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Autor Thema: Barren Earth - A Complex of Cages 2018  (Gelesen 49 mal)

Loki

Barren Earth - A Complex of Cages 2018
« am: April 15, 2018, 08:29:27 »
Barren Earth - A Complex of Cages 2018



Viertes Album der Death Prog Supergroup! Für Fans von Opeth, Dan Swanö und Amorphis: um Gitarrist Sami Yli-Sirniö (Kreator, ex-Waltari, ex-Tiamat, ex-Grip Inc.) spielen Leute wie Olli-Pekka Laine (Gründungsbassist Amorphis) oder Marko Tarvonen (Drums Moonsorrow) einen wilden Mix aus Pink Floyd/Jethro Tull-mässigem 70s Prog mit Death Metal Parts á la frühe Paradise Lost oder Edge Of Sanity.

Mit The Living Fortress ziehen Sänger Jón Aldará und Konsorten den Käufer in einen bitteren Strudel aus klassischem Progressive Metal und Death Metal Riffs. Die Gitarren von Janne Perttilä und Sami Yli-Sirniö wirken dabei teilweise so genretypisch, dass man noch mal genau hinhören muss. Nach dem glatten Einstieg blasen Barren Earth ihren Opener doch noch episch auf, alles andere wäre auch wohl ein Skandal gewesen. Die zwei Welten, die in dem Konzept der Skandinavier aufeinandertreffen, wirken, das ist mir immer ganz wichtig, nicht aneinandergesetzt, sondern die Emotionen leben zwischen den Sequenzen und sorgen für eine gewisse Zusammengehörigkeit. Wie ein Eisberg erlebt man A Complex Of Cages. Die Spitze bildet der eben angesprochene The Living Fortress gemeinsam mit Ruby und Further Down. Darunter wartet die eigentliche unheilvolle Gefahr, die man unter der Meeresoberfläche kaum vermutet hätte. Zeal mit Klaviereinsatz stimmig angerichtet, lässt erstmals vermuten, welche dunkle Kraft überhaupt in dem Silberling steckt. Neben den sinnlichen Melodien hält immer wieder die brutale Kraft des rauen Meeres inne, die alles verschlingt, was sich den tosenden Wassermassen entgegenstellt. Stille Wasser werden oft als tief bezeichnet, dieses Sinnbild auf Barren Earth bezogen öffnet einem die Augen, bevor es zu spät wäre. Tiefer und tiefer dringt man in die Dunkelheit mit Scatterprey und dem längsten Geflecht aus Clean- und Growlgesang Solitude Pith. Alleine diese Balance beherschen die Männer aus dem kalten Nordeuropa wie nur wenige andere Acts auf diesem Globus. Freunde von Amorphis Album Elegy werden abermals in die Hände klatschen. Gleiches gilt für Jünger der Gruppen Swallow The Sun, Ghost Brigade oder sogar Katatonia. Mit über einer Stunde Spielzeit setzen Dysphoria, Spire oder der abschließende Withdrawal auf Nachhaltigkeit, dieses Kriterium erfüllt ihr neuer Longplayer ohne Wenn und Aber!

Das Ergebnis ist dann jedenfalls mehr als bei so vielen sogenannten Supergroups, denn es klingt nach einer Bandeinheit, bei der sich keiner der beteiligten Musiker in den Vordergrund spielen muss und alle am gemeinsamen Strang ziehen. Der ist dann eben ein weiteres starkes BARREN EARTH-Album, an dem Fans der Band schlicht nicht vorbeikommen.
Um A Complex Of Cages vollständig zu verstehen, braucht man ganz gewiss mehr als nur einen ungeduldigen Durchlauf. Mit Herz und Verstand muss man die Stücke spüren, die einem persönlich Magie und Wahnsinn in die Augen treibt.

Tracklist


1    - The Living Fortress    6:45    
2    - The Ruby    4:48    
3    - Further Down    6:33    
4    - Zeal                    7:45    
5    - Scatterprey    5:40    
6    - Solitude Pith    10:17
7    - Dysphoria    7:45    
8   - Spire                    6:37    
9   - Withdrawal    5:16

https://www.youtube.com/watch?v=Yvr9hL5hClM





Eigentlich wurde ich gut erzogen. Keine Ahnung was danach passiert ist.

 

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