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Alestorm - No Grave But The Sea 2017

Die einzigen wahren Metal Piraten melden sich zurück

Alestorm - No Grave But The Sea 2017



Die einzigen wahren Metal Piraten melden sich zurück und für Fans der Band -- Freut euch auf den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens.
Das fünfte Album der schottischen Piraten macht unbestritten Spaß und wartet mit mitreißenden Melodien auf.

Wenn MANOWAR, IRON MAIDEN und Co. ihre eigene Bandhymne haben dürfen, dann ALESTORM wohl auch, nicht wahr? Richtig, so kippt man sich einige Biere hinter die Binde, trifft sich mit seinen Freunden und genießt mit 'Alestorm' die Piraterie in vollen Zügen. Davor geht es sehr witzig und authentisch nach 'Mexico' und ziemlich stürmig 'To The End Of The World' und erbeutet die ersten Schätze.

Zu 'Pegleg Potion' und 'Bar und Imbiss' wird geschunkelt, gegrölt und zugeprostet, 'Men The Pumps' ist eine wilde Schifffahrt durch die Pubs dieser Meere bis die 'Treasure Island' erreicht wird und das Album zu einem krönenden Abschluss kommt. Was soll ich sagen? Das Fan-Herz hüpft, schunkelt, tanzt, trinkt und grölt. Zu "No Grave But The Sea" macht es das sehr gerne, denn Album Nummer fünf lädt - wie auch schon die Alben zuvor - genau zu diesen Aktivitäten ein.

ALESTORM, Palmen, Weiber und Bier

“No Grave But The Sea” klingt auf den ersten Hör ziemlich genau wie all seine Vorgänger. Die Party-Hymnen funktionieren nach wie vor, sieht man mal von “Mexico” ab, das selbst für ALESTORM-Verhältnisse zu flach sein dürfte. Noch dazu recyclen ALESTORM hier die 8-bit-Intro-Masche von “1741 (The Battle Of Cartagena)”. Epische Melodien gibt es ebenfalls. So überzeugen etwa “To The End Of The World” oder der Rausschmeißer “Treasure Island” mit einigen mächtigen Arrangements. So richtig entfesselt blödeln die Schotten beim Song “Fucked With An Anchor”, der so herrlich bescheuert, unbekümmert und dumm ist, dass er prompt zum Album-Highlight wird. Also ja, Hits bekommen die Jungs nach wie vor hin.

Doch es sind wie so oft die Nuancen, die einem entgehen, wenn man Album und Band verfrüht abschreibt, die letzten Endes zum Genuss von “No Grave But The Sea” beitragen. Neben offensichtlicheren Elementen wie den aggressiven Shouts in “Alestorm” oder “Rage Of The Pentahook” dürfen sich Fans vor allem über die deutlich beschwingtere Rhythmik freuen, die dem freibeuterischen Charme der Band in die Karten spielt. Der Folk hat hier deutlich mehr Einzug gehalten und macht so einige der ohnehin grundsoliden Songs noch unterhaltsamer.

Man verlässt das heimische Port mit mürrischem Knurren und aufgedonnerten Segeln, sodass die Kaperfahrt der Schotten kaum aufzuhalten ist. Mit dem Freibeuterbrief von Napalm Records nimmt man keine gefangene. Dabei schunkelt man gerne mit und reißt eine Pulle Rum nach der anderen auf, da das Partyflair, welchem wir hierbei zuteil werden macht richtiggehend Laune komplett auszuticken. Da ist der Rat der Landratte, nicht aufhalten lassen, weil mit frischer Gemütsverfassung lässt es sich so richtig schön abgehen. Man kann über Hype dieser Truppe denken was man will, eines muss man ihnen hoch anrechnen, bei ihnen kommt niemals Langeweile auf.

"Ich hoffe, allen von euch Menschen und Hunden wird es gefallen. Es ist das erste Album mit unserem grandiosen Gitarristen Máté Bodor, der seine leckeren und köstlichen Soli und rifftakulären Riffs in den Mix wirft. Normalerweise kommt nun in der Pressemitteilung die Stelle, an der wir sagen müssten, dass dieses Album düsterer und härter als unsere letzten Werke ist, aber das ist vermutlich nicht wahr. Wie auch immer, es ist voll mit epischen Songs über Piraten, Saufen und pseudowissenschaftliche Kryptogeografie. Sicher gefallen euch all diese Dinge genauso gut wie uns."

Großteils stehen sich die Schotten jedoch textlich selbst im Weg und schaffen es nicht, aus ihrem süffigen Blödel-Image auszubrechen: Klischeetriefende Fan-Hymnen wie ‘Mexico’ (Tequila, Kaktus, Tacos) oder Suffgeschichten wie ‘Bar und Imbiss’ mögen bei zwei Promille lustig und feierbar sein, gehen nüchtern betrachtet aber nicht immer auf (man höre zum Beispiel ‘Fucked With An Anchor’). Alestorm bleiben damit Geschmackssache, Fans der Piraten dürfen sich jedoch auf den Höhepunkt deren bisherigen Schaffens freuen.

Die Ulknudeln von Alestorm lassen wieder Kiel holen.

Tracklist

1.    No Grave But The Sea
2.    Mexico
3.    To the End of the World
4.    Alestorm
5.    Bar und Imbiss
6.    Fucked with an Anchor
7.    Pegleg Potion
8.    Man the Pumps
9.    Rage of the Pentahook
10.    Treasure Island

https://www.youtube.com/watch?v=th4Czv1j3F8

https://www.youtube.com/watch?v=-r8jlHDBMsw