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All Else Fails – The False Sanctuary 2018

Die Kanadier All Else Fails haben sich zumindest entschlossen, ihr neues Album “The False Sanctuary” bei Bandcamp als “Name your price” anzubieten, d.h. der Nutzer zahlt den Preis, den er möchte oder lädt sich das Album kostenlos herunter.

Als erfolgreiche Band schwimmen All Else Fails damit genauso gegen den Strom wie mit ihrem Musikstil, der sich partout nicht in eine Schublade stecken lässt. Je nach Song möchte man ihnen entweder Modern Metal, Metalcore, Hardcore oder auch mal Punkrock als Stil attestieren. Eine positive Eigenart der Band, die sie konsequent seit ihrer Gründung 2006 auf allen bisher veröffentlichten EPs und Alben (jeweils 3 Stück) durchziehen.

“A Dream Of Names” eröffnet das Album in einem druckvollen Mix aus Modern und Progressive Metal, der Wechsel aus Clean Vocals und Shouts wird mit massiver Riff-Arbeit begleitet und nutzt stellenweise die Strukturen des Metalcores, wobei dann aber z.B. anstelle eines Breakdowns ein raumgreifendes Gitarrensolo steht. “Wolves” weckt Assoziationen zu softeren Architects-Nummern, insbesondere in der melodischen Ausgestaltung und den Clean Vocals. Shouts und Rhythmus-Fraktion bringen hingegen eine leichte Hardcore-Note in den Sound ein. Einen Ruhepol setzt dann “Thrice Broken”, eine ruhig und minimalistisch startende Nummer, bei der vor allem der Gesang im Mittelpunkt steht. Leider transportiert der Song etwas wenig Emotion, was sich erst zum Ende hin etwas bessert, wenn er instrumental hochfährt und eine druckvolle Metal-Ballade wird.

“The Pause” macht hingegen richtig Bock, denn hier gibt es eine wilde Rocknummer mit fettem Punk-Einschlag auf die Ohren, die richtig abgeht. Bei “Love In The Gloom” kombinieren All Else Fails dann nochmal alles, was ihr musikalischer Baukasten hergibt, melodische Riffs, Hardcore-Shouts, schöner Klargesang und druckvolles Geknüppel. Die Demo-Versionen zu den bereits auf “The Forever Lie” enthaltenen Tracks “Bones” und “The Forever Lie” beinhalten für mich keine Offenbarungen in Sachen künstlerischer Arbeitsprozess und entsprechend insgesamt doch schon sehr ihren endgültigen Versionen. Insofern kann man sie als nette Reminiszenz und als offensichtliches Bindeglied zum letzten Album sehen, mehr als “nice to have” sind sie allerdings nicht.

Tracklist

1. A Dream Of Names (4:24)
2. Wolves (3:57)
3. Thrice Broken (4:28)
4. The Pause (3:19)
5. Love In The Gloom (4:00)
6. Bones (2015 Demo Version) (4:13)
7. The Forever Lie (2015 Demo Version) (3:21)

Line-up:
Barrett Klesko: Vocals, Guitar, Programming
Mike Sands: Guitar
Cody Lee: Bass, Vocals
Nelson Collins-Lee: Drums

 

All Else Fails - A Dream of Names (Official Music Video)