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Ancient Bards - Origine (The Black Crystal Sword Saga Part 2) 2019

Die italienische Symphonic Power Metal-Band ANCIENT BARDS geht mit ihrem vierten Album „Origine“ an den Start. Auf ihrem 2014 erschienenen Vorgänger „A New Dawn Ending“ gab es noch hörbare Parallelen zu Rhapsody/Rhapsody Of Fire, aber schon damals wusste die 2006 gegründete Band, wie man solche Ähnlichkeiten geschickt begrenzt. Die Formation um die kraftvoll gestimmte Frontfrau Sara Squadrani ging immer ihren eigenen Weg. ANCIENT BARDS mag vielleicht mit ihrem Stil polarisieren, aber das liegt einfach daran, dass die Mitglieder ihre musikalischen Visionen und Vorlieben konsequent umsetzen. Ihr symphonischer/epischer Metal ist sauber durchdacht, außerordentlich gut gespielt und der Hörer merkt, dass die Musiker ihre Arbeit mit Freude und Überzeugung verrichten. Nordische Legenden und japanische Geschichten sind die Themen der Band, die auf all ihren Alben anzutreffen sind – natürlich auch auf ihrem neuen Studio-Werk „Origine (The Black Crystal Sword Saga Part 2)“

Analog zur Truppe um Alex Staropoli leitet ein symphonisch untermaltes, gesprochenes Intro das Konzeptalbum ein, ehe die Band mit einem flotten Symphonic Power Metal Song den musikalischen Reigen eröffnet. Dabei kristallisiert sich ziemlich schnell heraus, dass die eingestreuten Growls für einen angenehmen Kontrast zu den opulenten Chören sorgen. Eigentlich schade, dass die Band dieses Stilmittel nicht bei allen Tracks einsetzt. Die Midtempo Nummer “Aureum Legacy” klingt beinahe schon poppig, während die zuckersüße Ballade “Light” mit seinen Bombast-Chören schon ganz großes Kino darstellt und jeden Fantasy Streifen klanglich bereichern würde.

„Titanism“ galoppiert mit gewaltigem Tempo und einer prägnante Melodielinie einen förmlich um. Saras Gesang toppt diese Nummer mit all ihren stimmlichen Facetten. Dramatisch und heavy zugleich agiert „Fantasy`s Wings“, welches zudem die epischen Möglichkeiten weit ausreizt. Das albumschließende „The Great Divine“ zeigt Neuerungen im Sound der Italiener. Mit harten Growls und fast schon rasenden Passagen sowie harten groovenden Einlagen liefert man einen enorm abwechslungsreichen Track. Das balladeske `Light` ist ein zuckersüßer Ohrwurm mit Radioqualitäten, ohne jedoch gezielt kommerzielle Aspekte auszuloten. Das Gehörte entspricht dem Natural der Band. „Origine“ ist ein hervorragendes Statement an episch-symphonischbombastischer Musik, die zwischen geballter Heavyness und großartigen Melodien pendelt.

Das knapp fünfzehn minütige Grande Finale “The Great Divide” schließt dann die Story ab, bei dem die Italiener nochmal sämtliche Stimmungen und Spielarten ihres Sounds auffahren, von symphonischen Phasen über balladeske Einschübe bis hin zuaggressiven Riff- und Growl Parts, ehe der Erzähler vom Beginn nochmals zu Wort kommt und das Album – Choral begleitet – feierlich beendet.

Erneut liefern ANCIENT BARDS ein Album ab, das aus den Trademarks der Band zehrt sowie den Schritt wagt, fast schon als Soundtrack für einen Kinofilm durchzugehen. Einmal mehr steigert man die epischen Einflüsse, verstärkt die Orchesterparts und kombiniert diese mit rasenden Gitarren zu einem unverwechselbaren Gemisch.

Tracklist


1. Origine (2:15)
2. Impious Dystopia (5:41)
3. Fantasy´s Wings (4:51)
4. Aureum Legacy (5:42)
5. Light (4:43)
6. Oscurità (6:20)
7. Titanism (5:09)
8. The Hollow (3:31)
9. Home Of The Rejects (3:57)
10. The Great Divide (14:48)
Part 1 – Farewell Father
Part 2 – Teardrop
Part 3 – Il Grande E Forte Impero
11. Eredità Aurea (CD only Bonus Track)

Line Up:

Sara Squadrani: Gesang
Claudio Pietronik; Gitarre
Daniele Mazza: Keyboard & Orchestrator
Martino Garattoni: Bass
Federico Gatti: Drums
Simone Bertozzi: Growls, Gitarre

 

ANCIENT BARDS - Impious Dystopia (Official Video)