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Art Of Anarchy - The Madness 2017

Und manchmal kommen sie wieder.

Art Of Anarchy - The Madness 2017 (Limited Edition)



Dass es mit der All-Star-Rockband ART OF ANARCHY nach dem Tod vom charismatischen Frontmann Scott Weiland (Stone Temple Pilots) überhaupt weitergeht, ist schon bermerkenswert. Wenn man sich nun anschaut, wer den vakanten Platz am Mikro übernommen hat, könnten einem vor Überraschung schon die Eier aus der Hose rollen. Niemand geringeres als Ex-Creed-Sänger Scott Stapp, der in der jüngsten Vergangenheit eher für Nervenzusammenbrüche, Skandale und Selbstmordversuche in die Schlagzeilen geraten ist.

Tja, manchmal kommen sie wieder. Auch der ehemalige Creed-Sänger Scott Stapp ist solch ein Super-Zombie. Gesegnet mit einer der charismatischsten Stimmen im Rock-Geschäft.

Sie werden oftmals großspurig als Alternative Hard Rock Supergroup bezeichnet. Und das absolut zurecht, wenn man sich das 2. Werk von Scott Stapp (Creed), Ron “Bumblefoot” Thal (Guns N’ Roses), John Moyer (Disturbed) sowie den Zwillingsbrüdern Jon und Vince Votta anhört.
Der frisch am 24.03.2017 erschienende Silberling kann aber noch viel, viel mehr als diese Art von Alternative Rock. Nämlich puren Rock´n Roll („Dancing With The Devil“), wunderschöne Midtempo-Nummern („Changed Man“ ) bis hin zu hämmernden Heavy-Riffs(„Afterburn“ ). Hierbei entpuppen sich ART OF ANARCHY als echte Garanten purer Abwechslung. Und dies durchgehend, also vom 1. bis zum 10. Song des neuen Albums.
Eindrucksvoll kraftvoll und authentisch wie in besten CREED-Zeiten schmettert sich Ex-Sänger Scott Stapp durch den Longplayer und lässt so seinen Vorgänger beim Debutalbum - immerhin Scott Weiland (Stone Temple Pilots) - schlichtweg in Vergessenheit geraten.

“The Madness” gerät vor allem dann am überzeugendsten, wenn die Instrumentalisten Stapp gerade nicht die nächste CREED-Ballade auf den Leib schneidern. “Changed Man” ist zwar textlich vor allem aus autobiographischer Sicht nicht uninteressant, dümpelt in Sachen Songwriting aber etwas vor sich hin. Bei “Somber” sieht es ähnlich aus.

Dabei legt das Album mit den programmatisch betitelten “Echo Of A Scream” und “1000 Degrees” einen wahren Kickstart hin. Ersterer übermittelt dabei vor allem im Refrain deutliche DISTURBED-Vibes und “1000 Degrees” ist mit einem Über-Refrain gesegnet, der an die besten Momente von MILES KENNEDY denken lässt. “No Surrender” macht ähnlich stark weiter. Natürlich pathetisch, natürlich “von Yarl zu Yarl” - aber auch mitreißend und ehrlich.

Das Ganze resultiert in nicht weniger als zehn bockstarken Liedern, die sowohl emotional fesseln als auch zum Bangen einladen.

Tracklist:

01. Echo Of A Scream
02. 1000 Degrees
03. No Surrender
04. The Madness
05. Won’t Let You Down
06. Changed Man
07. A Light in Me
08. Somber
09. Dancing With The Devil
10. Afterburn


https://www.youtube.com/watch?v=tNy_g6cMlIE