Zum Hauptinhalt springen

Bad Religion - Recipe For Hate 2020

BAD RELIGION sind eine Legende. Seit ihrer Gründung im Jahre 1980, spätestens allerdings seit ihrer Wiedervereinigung 1987, veröffentlichen die Kerle aus Los Angeles um den charismatischen Frontmann Greg Graffin durch die Bank gute bis erstklassige Alben.

Warf man BAD RELIGION in der Vergangenheit gern vor, ständig ein und denselben Song zu spielen, bringt es das L.A.-Quintett auf dem neuen Werk auf mindestens drei verschiedene: den schnellen, den langsamen und den ungewöhnlichen. Der Opener und Titeltrack greift zwar eine nur minimal variierte Fassung des alten 'We're All Gonna Die'-Riffs auf und läßt Schlimmstes befürchten, danach verlassen BAD RELIGION aber den seit dem Erfolg von "Suffer" konsequent verfolgten Weg gelegentlich. Natürlich rücken sie nicht zu weit von ihrem Erfolgskonzept ab, aber ein Song wie 'All Good Soldiers' überrascht mit ungewöhnlicher Gitarrenarbeit und schon fast progressiver Struktur. Gastmusiker wie Eddie Vedder (Pearl Jam) oder Chris Bagarozzi (Clawhammer) geben sich auf "Recipe For Hate" die Klinke in die Hand und setzen einiges an Akzenten. So unterstützt die Sängerin von Concrete Blonde auf 'It Struck A Nerve' Gregs Vocals, und 'Kerosene' wird von gleich zwei Gastgitarristen aufgemotzt. Entgegen der Aussage von Bassist Jay ist das seltsame 'Stealth' nun doch auf der CD gelandet, aber wohl mehr als Scherz gedacht. Typische BAD RELIGION-Hits, die auf der alten Erfolgsformel "kurz, schnell und melodiös" basieren, gibt es natürlich nach wie vor ohne Ende. Besonders auf der zweiten Seite ziehen die Amis noch mal Register ihres Könnens. Aber auch hier sind (besonders im Gitarrenbereich) einige Feinheiten eingebaut, die deutlich zeigen, daß "Recipe For Hate" wider Erwarten nicht der vierte Aufguß von "Suffer" ist

„True North“ ist kein zweites „Stranger Than Fiction“, „Recipe For Hate“ oder „Generator“, keine Frage. Allerdings ist es das stärkste Album seit „The Gray Race“, so viel steht mal fest. Und in Sachen Abwechslung haben die Jungs mal wieder bewiesen, dass Punk Rock nicht eintönig klingen muss. Wollen wir mal hoffen, dass BAD RELIGION ordentlich auf Tour gehen und die großen Festivals rocken werden. Denn die Songs von „True North“ müssen sich live in die Hirne der Fans einbrennen, so wie seinerzeit Tracks wie „American Jesus“, „21st Century Digital Boy“, „Generator“ oder „Punk Rock Song“.

 Trackliste

  1. Recipe For Hate     
  2. Kerosene     
  3. American Jesus     
  4. Portrait Of Authority     
  5. Man With A Mission     
  6. All Good Soldiers     
  7. Watch It Die     
  8. Struck A Nerve     
  9. My Poor Friend Me     
  10. Lookin' In     
  11. Don't Pray On Me     
  12. Modern Day Catastrophists     
  13. Skyscraper     
  14. Stealth

 

Bad Religion Recipe for Hate

zu hören bei www.darkradio.de