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Battle Beast - Bringer Of Pain 2017

Musik hören soll Spass machen und das tut es auf Bringer of Pain.

Battle Beast - Bringer Of Pain 2017



Der Abgang von Gitarrist und Songwriter Anton Kabanen machte sorge, ob die Finnen ihre Hit-Qualität und -Dichte aufrechterhalten können würden.

Jo, können sie! Allerdings haben die Biester für BRINGER OF PAIN an mancher Stellschraube gedreht, was dem Album einen etwas anderen Geschmack verleiht. Dieser geht in Richtung Bazooka Bubblegum, Dolomiti Eis, Schokozigaretten - oder was man sonst eben in den Achtzigern mit Freude weggenascht hat, während Michael Knight mit K.I.T.T. über den Röhrenfernseher raste. Auf BRINGER OF PAIN kehren Battle Beast ihre Eighties-Seite, die schon immer mal mehr, mal weniger dezent mitgeschwungen und ihren bisherigen Höhepunkt im cheesigen ‘Touch In The Night’ (UNHOLY SAVIOR) gefunden hatte, noch weiter nach vorne. Am Schluss des Albums sind der Dancefloor-Feger ‘Dancing With The Beast’ und die Ballade ‘Far From Heaven’ nicht mehr weit von Abba (oder, in dieses Jahrhundert übertragen, Lady Gaga) entfernt -
was durchaus als Kompliment zu verstehen ist, wenn man ein Herz für Melodie, Pathos und Pop hat. Das ist aber auch die Spitze des Eisbergs, denn zuvor gibt es deutlich mehr Metal auf die Mütze! ‘King For A Day’ und ‘We Will Fight’ glänzen mit Boney M.-Synthies, aber auch Accept-Chören und -Gitarren; dem Titel-Song und ‘Straight To The Heart’ gelingt die Battle Beast-typische Mischung aus metallener Wildheit und mächtiger Melodie vortrefflich. Die ruppig-kämpferische Hymne ‘Bastard Son Of Odin’ (Album-Highlight!) erinnert an Sabaton, ‘Familiar Hell’ und ‘Beyond The Burning Skies’ begeistern mit schmachtenden Refrains, ‘Lost In Wars’ mit Amorphis-Schlagseite (und -Gastgesang). Dass Sängerin Noora Louhimo
mehr singt und weniger schreit, passt ins Klangbild und unterstreicht auch ihre Entwicklung als wandelbare Frontfrau.
Mit „Bringer Of Pain“ erwartet den Battle Beast Fan reinster Heavy Metal, der mit einer Brise Rock, Hardrock aber auch Pop gewürzt ist. Vor allem die erdige Rockröhre der Sängerin Noora Louhimo macht so richtig Spaß. BATTLE BEAST haben es mit „Bringer Of Pain“ wieder einmal geschafft, ein interessantes zum Teil, doch recht energiegeladenes Stück Heavy Metal zu schaffen. Basierend auf eingängigem Keyboardsound, Melodienreichtum und der unnachahmlichen Stimme von Frontbeast Noora. Und das vom klassischen Uptempo-Opener ‚Straight To The Heart‘ bis zur letzten Note der Abschlussballade „Far From Heaven“. „Far From Heaven“ ist ein echter „L’amourhatscher“, wie man in Wien zu sagen pflegt - was so viel heißt wie ein Liebeslied zum eng tanzen :-))  Mit dieser gelungenen Schnulze (nicht negativ gemeint) fadet das Album angemessen aus und endet in einem würdigen Gefühlsregen.

Nein, zahm geworden sind Battle Beast nicht. Sie wissen nur genau, wann sie schnurren und wann ihre Krallen wetzen müssen - und wie tief sie diese ins Trommelfell rammen können!

Auch wenn sich dieses mal wie so oft die Geschmäcker streiten,
mir persönlich gefällt, wie Brüllwürfel Noora ihre Songs schmettert.
Und wenn ma einer dabei ist, der mehr in die Pop Richtung geht gibts ja immer noch Plan b. Einfach n nächsten Song hören. Und für alle Miesmacher. Bei anderen Metalbands würde man Ballade dazu sagen.
Musik hören soll Spass machen und das tut es auf Bringer of Pain.

Tracklist

01 - Straight To The Heart
02 - Bringer Of Pain
03 - King For A Day
04 - Beyond The Burning Skies
05 - Familiar Hell
06 - Lost In Wars (feat. Tomi Joutsen)
07 - Bastard Son Of Odin
08 - We Will Fight
09 - Dancing With The Beast
10 - Far From Heaven
11 - God Of War (Bonus Track)
12 - The Eclipse (Bonus Track)
13 - Rock Trash (Bonus Track)

https://www.youtube.com/watch?v=Oi81AyRKvE8

https://www.youtube.com/watch?v=uwAI04PPhKs

https://www.youtube.com/watch?v=ED3Sb022OJI

Ausser geil fällt einem dazu nichts mehr ein .................

https://www.youtube.com/watch?v=Nl8Ko5POLPI