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Besvärjelsen - Vallmo 2018

Psychedelischen Stoner Rock, der in diesem Fall rund 53 Minuten in acht Songs umfasst.

Besvärjelsen - Vallmo 2018



Das BESVÄRJELSEN mit ihrem Debüt “Vallmo” ernst zu nehmende Töne anschlagen ist sicher kein Zufall. Die Band setzt sich aus den Mitgliedern mehrerer etablierter Formationen wie GREENLEAF oder DOZER zusammen. Ein Trend, der dieser Tage durchaus beeindruckende Früchte in Form des Full-Length-Debüts gewisser Landsmänner der Band um Lea Amling Alazam hervorzubringen weiß. Und bei BESVÄRJELSEN selbst? Die ziehen natürlich mit. “Vallmo” heißt das vorliegende Stück Doom Metal und obwohl eher durch bewusstseinserweiternde Folk-Psychedelik berauscht als dramatisch-melancholisch klagend, zieht einen das Quintett mit seinem Full-Length-Debüt doch gekonnt und effizient in seinen Bann.
Psychedelischen Stoner Rock, der in diesem Fall rund 53 Minuten in acht Songs umfasst.

DIese beginnen mit einem stumpf-wummernden Schlagzeug und dezenten Gitarren im Opener „Mara,“ der von Gesang mit viel Hall und einem sehr präsenten Bass komplettiert wird. Die langgezogenen Stücke, fast durchgängig über der Fünf-Minuten-Marke angesiedelt, warten zusätzlich mit einer schleppenden Gangart, die an Doom Metal erinnert und düsterer Atmosphäre auf. Die Produktion ist insgesamt sehr roh und ungeschliffen gehalten, was den Songs doch sehr zugutekommt. Der Stoner Rock ist daher eher reine Randnotiz, die sich vor allem durch das staubtrockene Endprodukt, dass hinter den Reglern entstanden ist, manifestiert. Der Psychedelic Rock dominiert das Geschehen nahezu komplett in den sphärischen Aufnahmen.

Mit so einem Debüt unterm Kessel kann man der Band eigentlich nur die große Zukunft wünschen, die sie angesichts “Vallmo” verdient hätte. Zwar schon seit 2014 bestehend stehen die Schweden dennoch erst am Anfang ihres Schaffens. Dem hiesigen Debüt sind lediglich zwei EPs vorausgegangen. Wer weiß also, wozu die Band imstande ist, vor allem wenn sie den mehrstimmigen Gesang noch etwas ausbaut wie einst ALICE IN CHAINS in ihren besten Tagen. In jedem Falle haben BESVÄRJELSEN mit ihrem Full-Length-Debüt stark vorgelegt und zeigen, wie elegant und mystisch Doom sein kann. Bei all seiner Stärke ist es aber auch ein Album, welches das immer noch enorme Potential andeutet, das der Band innewohnt. Insofern ist es nun an BESVÄRJELSEN selbst, diesen eigens kreierten Sound zu erforschen und auszuloten - die Zeichen dafür stehen aber gut. Muss im Doom ja schließlich nicht immer gleich Trauerweide und Teergrube sein.

Tracklist

1. Mara
2. Return to No Return
3. Röda rummet
4. Öken
5. Under en svart himmel
6. I skuggen av ditt mörker
7. Falsarium
8. Alone

https://www.youtube.com/watch?v=s96mx7Jnozs