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Black Mass - Warlust 2019

Seit 2012 besteht die amerikanische 3-Mann Band BLACK MASS und verschrieben hat man sich dem Thrash Metal im Sound, im Soundgewand der 80er Jahre. Aktuell erschien ihr zweites Album, gut vier Jahre nach “Ancient Scriptures“.
Was bekommt man, wenn man SLAYER, METALLICA und AURA NOIR in einen Mixer wirft, eine Prise MORBID ANGEL dazugibt und den grünen Knopf drückt? Eine ausgelutschte Metapher, aber eben auch das zweite Werk der Thrash Metaller von BLACK MASS.

Nach dem Intro legen BLACK MASS mit ihrem auf Geschwindigkeit gebügelten 1980er-Jahre Thrash Metal los. Mit dem Titelsong "Warlust" gibt es direkt und ohne Umschweife auf die Zwölf. Die schnelle Abrissbirne prescht ohne jeglichen Popanz nach vorne und grenzt an eine Vergewaltigung der dicken E-Saite. Die Thrasher orientieren sich dabei an alten Recken wie SLAYER oder DESTRUCTION. "High Priest In Black" oder das grandiose "Hellhound" glänzen mit "südbadischen" Riffs, beim Höllenhund wird auch gerne mal die Blastbeat-Keule auspackt. Neben den Thrash-Altmeistern schimmern auch besonders Bands durch, die am Anfang der Black Metal Bewegung standen oder diese mit beeinflusst hatten. So möge man sich nicht wundern, wenn hier und da ein wenig VENOM oder DARKTHRONE hervortreten. Brendan O'Hares diabolischer Gesang und sein fieses Knurren leisten hier gute Dienste. Allen Songs gemein ist die ungestüme Geschwindigkeit und der Hang zur totalen Eskalation. Das gilt interessanterweise nicht nur für die Songs, die direkt von Null auf Hundert beschleunigen. Auch das groovende "Bible Stomp" beginnt zunächst im gemäßigten Tempo, mündet aber zum Ende hin doch wieder in ein herrliches Chaos. Dazu passt der sehr hektische Schlagzeugstil Alex Fewells, der nur selten lange in einem Beat verbleibt und permanent in der Schießbude ausrastet. Der lässige "Graveyard Rock" hebt die ohnehin schon vorhandene Portion Punk und Rock´n´Roll besonders deutlich hervor. Ausgefeilte Bassspuren und die erdige Alte-Schule-Produktion runden die Sache ab.

BLACK MASS nehmen den Hörer mit auf eine kurzweilige und gut gezockte Reise in die 1980er und pimpen ihren Thrash mit frühen Formen von Black Metal. "Warlust" bietet bekömmliche Kost, wenn man "Hell Awaits" und "Infernal Overkill" schon im Schlaf singen kann und mit modernerem Thrash Metal nicht so recht warm werden möchte.

Tracklist

01. Intro
02. Warlust
03. Programmable Life Forms
04. High Priest in Black
05. Graveyard Rock
06. Interlude
07. Hellhounds
08. Bible Stomp
09. Virgin Sacrifice
10. Fueled by Drugs

Total Playing Time 37:01 min

LINE-UP:

Brendan O’Hare – Vocals, Guitars
Cristiano Azevedo – Bass, Backing Vocals
Alex Fewell – Drums

 

Black Mass - "High Priest in Black"