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Bloodbound - Rise Of The Dragon Empire 2019

Bloodbound, die schwedischen Power Metaller rund um die Brüder und Gitarristen Tomas und Henrik Olsson bringen mit „Rise Of The Dragon Empire“ bereits ihr 8. Studioalbum heraus.

Die mehrstimmigen, oftmals episch vorgetragenen Refrains der neuen elf Songs gehen umgehend ins Ohr. Bestes Beispiel dafür ist bereits der Opener, der gleichzeitig auch der Titeltrack ist.

Im Folgenden bieten Bloodbound eine gute und ausgewogene Mischung aus schnellen Nummern („Slayer Of Kings“) und Midtempo-Stücken, die mit schönen, einfach gehaltenen Melodien („Skyriders And Stormbringers“) oder durch ihren majestätisch-feierlichen Charakter gefallen.

Wie im Fluge vergeht die Spielzeit von „Rise Of The Dragon“, das damit sehr kurzweilig ausfällt, und schon schließt das ruhige mit archaisches Flair versehene „Reign Of Fire“ das Album.

Auffallend ist im Verlauf dieses Power Metal Ritts das beständige hohe Niveau der Songs. Bloodbound überzeugen hier mit Konstanz. Einzig der Track „Breaking The Beast“ hätte vielleicht ein zusätzliches Highlight vertragen.

Mit einer markanten Melodie startet der Titel-Track „Rise Of The Dragon Empire“ im lockeren Mid-Tempo. Ein nettes Willkommen an alle Fans. Dennoch kann sich der Track in der weiteren Spielzeit deutlich steigern und erschafft eine Wohlfühlatmosphäre. Episch wird es direkt im Anschluss mit „Slayer Of Kings“. Die perfekte schwedische Metal-Schule, wie man sie von SABATON oder DYNAZTY kennt. Es fehlt zwar etwas der Wiedererkennungseffekt, aber dieser Song macht einfach Spaß. Abgehen und Spaß haben. Die Keyboard-Melodie dringt bereits beim ersten Durchlauf in die Gehörgänge ein. Unauffällig dagegen ist „Skyriders And Stormbringers“. Immer noch ein guter Titel, jedoch kein Vergleich zu den Vorgängern. „Magical Eye“ entpuppt sich als Highlight für jeden Metaller, der auch gern einige Folk-Elemente in seinen Lieblingssongs wiederfindet.

Die Melodie erinnert entfernt an die jüngeren NIGHTWISH-Veröffentlichungen. Gesanglich präsentieren sich BLOODBOUND auf höchstem Niveau. Ein gutes Tempo und satte Gitarren sind die Merkmale von „Giants Of Heaven“. Der Refrain sollte auch live die Besucher zum Mitsingen einladen. Also alles richtig gemacht, Jungs. Wir kommen wieder zurück zu den nordischen Folk-Einflüssen. „The Warlock’s Trail“ ist ein ziemlich geiler Titel, der allerdings mit Leben gefüllt werden will. Hier enttäuschen BLOODBOUND nicht und erschaffen ein Epos, das den Zuhörer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schickt und dabei noch jede Menge positiver Energie freisetzt. Vielleicht etwas zu schnörkellos, aber in diesem Fall ist das zu vernachlässigen. Bei „A Blessing In Sorcery“ werden Fans der früheren SABATON-CDs Freudentränen in den Augen haben. Ein stampfender Beat, der mit einer schnellen Gitarrenmelodie ein Feuerwerk auslöst, sind die positiven Aspekte dieses Songs. Leider verflacht der Track in seiner Laufzeit doch sehr. Da wäre mehr drin gewesen. Die Power-Ballade „Reign Of Fire“ rundet das Album ab.

Insgesamt haben BLOODBOUND mit „Rise Of The Dragon Empire“ ein Album geschaffen, dass vor Abwechslung, stimmungsvollen Melodien, packenden Refrains und einfach klasse Heavy Metal einfach nur so strotzt. Gerade wenn man kurz mal denkt, dass es zu kitschig wird, hauen BLOODBOUND eine tolle Melodie raus und heben die Songs auf einen anderen Level. Selbst die ein, zwei schwächeren Momente des Albums bewegen sich immer noch auf hohem Niveau und fallen nur auf, weil der Rest des Albums so stark ist. BLOODBOUND sind einfach in Höchstform.

Tracklist:

    Rise Of The Dragon Empire
    Slayer Of Kings
    Skyriders And Stormbringers
    Magical Eye
    Blackwater Bay
    Giants Of Heaven
    The Warlock’s Trail
    A Blessing In Sorcery
    Breaking The Beast
    Balerion
    Reign Of Fire


Bandmitglieder:

Gesang – Patrik Johansson aka Patrik J. Selleby
Gitarre – Tomas Olsson
Gitarre – Henrik Olsson
Bassgitarre – Anders Broman
Schlagzeug – Daniel Sjögren

BLOODBOUND - Rise Of The Dragon Empire (2019) // Official Music Video // AFM Records