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Breaking Benjamin - Ember 2018

Breaking Benjamin lag es am Herzen, das Verhältnis ihres brachialen und gleichwohl gefühlvollen Songwritings perfekt auszutarieren.

Breaking Benjamin - Ember 2018



Die Nu Metal Jungs von Breaking Benjamin haben im Vorfeld ja wenig Geheimniskrämerei um ihr neues Album "Ember " betrieben und ca. die Hälfte der Songs vorab veröffentlicht.
Nicht eine Nuance ist Burnley seit der Geburt des Projektes von seinem Songwriting abgewichen. Lyrisch tummeln sich noch immer düstere bis pathetische Bilder in den Zeilen und nein, selbst der Sound ertönt auf "Ember" nahezu wie eine Reminiszenz an die Post-Grunge-Ära. Dass diese Kombination dennoch zeitlos funktioniert, ist weder Zufall noch pure Berechnung, sondern das Ergebnis einer klaren Idee von Musik.

Während das Comeback "Dark Before Dawn" vor zwei Jahren noch unentschlossen zwischen Zuversicht und Hoffnungslosigkeit wandelte, widmet sich "Ember" fast pausenlos der Dunkelheit. Wüste Shouts und knackige Gitarren liefern sich einen erbitterten Kampf mit inneren Dämonen. "Red Cold River" oder "Blood" scheppern vergleichsweise heftig, was die Dynamik ungemein belebt.

Ein Brett von einem Riff entfesselt "Torn in Two", bevor der Kopfstimmen-Refrain ergriffen innehält. Wie der geneigte Breaking-Benjamin-Hörer weiß, braucht die wiedererstarkte Härte großherzige Melodien, um ihre Wirkung zu entfalten. Besonders herzerwärmend legen die sich in "Save Yourself" und "Close Your Eyes" auf die geschundene Seele.

Einzig die elektronisch verzerrte Gesangsmodifikation hätte niemand gebraucht. Unüberhörbar sticht das futuristische Element im mechanisch getakteten "Psycho" und dem atmosphärischen "The Dark of You" heraus. Nicht nur soundtechnisch fällt die Ballade aus dem Rahmen, fügt sich aber dank starken Hooks wunderbar in die melancholische Grundstimmung.

Zwischen den instrumentalen Rahmensongs "Lyra" und "Vera" weist die Platte weder bahnbrechende Glanzmomente noch eklatante Aussetzer auf, aber das Anhören macht Spaß, denn Burnley und Co. besinnen sich auf einen raueren Umgangston und gewinnen dadurch an Temperament. So bleiben sie weiter unverkennbar.

Breaking Benjamin lag es am Herzen, das Verhältnis ihres brachialen und gleichwohl gefühlvollen Songwritings perfekt auszutarieren: “Auf ”Ember“ haben wir versucht, die Extreme stärker auszuloten. Die ruhigere Seite des Albums ist wirklich ruhig und die harte Seite wirklich hart. Wir haben uns dafür entschieden, jedem das zu geben, was er unbedingt haben will.”, so Sänger Ben Burnley. Übrigens: Breaking Benjamin haben “Ember” selbst produziert.

Tracklist

1. Lyra
2. Feed The Wolf
3. Red Cold River
4. Tourniquet
5. Psycho
6. The Dark Of You
7. Down
8. Torn In Two
9. Blood
10. Save Yourself
11. Close Your Eyes
12. Vega

https://www.youtube.com/watch?v=sn3Ct2_L4OA