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Bury Tomorrow – Black Flame 2018


Black Flame - Mit diesem Album wollen BURY TOMORROW  der Metal-Flamme weitere Nahrung geben.

Bury Tomorrow gehen keinerlei Kompromisse ein und starten mit dem Song „No Less Violent“ – ein sehr bezeichnender Name angesichts des oberen Zitats – fulminant in die folgenden 40 Minuten. Frontmann Daniel Winter-Bates durchbricht im Opener mit seinen perfekt platzierten, unverkennbaren Shouts die verträumt klingenden Intro-Samples und gibt sich, typisch für die Band, mit den glasklaren Cleans von Gitarrist und Sänger Jason Cameron die Klinke in die Hand. Es folgen „Adrenaline“ – ein Headbang-Garant, der der Scheibe eine willkommene Prise Djent verleiht – sowie die namensgebende Vorabsingle „Black Flame“. Anders als im Video endet die Albumversion jedoch mit Industrial-Samples, derer sich die Jungs von Bury Tomorrow gerne bedienen und damit etwas Wave- und Pink Floyd-Esprit früherer Jahrzehnte versprühen.

Den härtesten Abschnitt erreicht „Black Flame“ schließlich im Mittelteil. In „More Than Mortal“ schreit sich Daniel Winter-Bates eine ununterbrochene Minute lang die Seele aus dem Leib, bevor er in „Knife of Gold“ einen Ausflug in den Thrash Metal unternimmt und mit seinen gutturalen Growls, die durch raue Gitarrenriffs von Kristan Dawson begleitet werden, selbst Lamb of Gods Randy Blythe Konkurrenz macht. Dennoch verlieren Bury Tomorrow auch an dieser Stelle nicht ihren eigenen Stil aus den Augen und vermischen das Ganze gekonnt mit melodischen Abschnitten.

Weitere Highlights auf dem Album sind „Stormbringer“, in denen Drummer Adam Jackson vor allem zu Beginn so schnell spielt, dass es wirkt, als wolle er dem monumentalen Breakdown in diesem Song davontrommeln, sowie „Peacekeeper“. Hier lassen Bury Tomorrow dank dezent eingesetzten, aber durchweg galoppierenden Drums, einer stimmlich hervorragenden Zusammenarbeit von Daniel Winter-Bates und Jason Cameron, sowie mystisch klingenden Samples ihre fünfte LP in einem rhythmischen Finale münden.

In Zeiten, in denen Parkway Drive für manchen Anhänger ihren inneren Kompass verloren zu haben scheinen und sich Killswitch Engage weiter von ihren Wurzeln emanzipieren, ist BLACK FLAME ein willkommenes Training für Herz, Hirn und Nacken. Ein echtes, brutal gut inszeniertes Brett, mit dem sich die Briten für den Szenethron bewerben.

Tracklist:


01. No Less Violent
02. Adrenaline
03. Black Flame
04. My Revenge
05. More Than Mortal
06. Knife of Gold
07. The Age
08. Stormbringer
09. Overcast
10. Peacekeeper

Bury Tomorrow – Black Flame 2018