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D-A-D - A Prayer For The Loud 2019

Dem weltweiten Siegeszug der Cow-Punks aus Kopenhagen stand nicht nur die generelle Banausigkeit des Menschen als solchem im Wege. D-A-D waren und sind zwar die beste Live-Band der Welt und jedes Album dieser Band darf blind erstanden werden. Aber nicht jedes Stück der letzten Jahrzehnte hat(te) das Zeug, Leute zu bekehren, auf dass sie ihr armseliges Leben dem Rock’n’Roll widmen mögen. Einiges blieb schwer greifbar, anderes eher gesichtslos, viel wurde experimentiert.

Selbst billigstes Promogeschwätz zu "A Prayer For The Loud" entpuppt sich als alternativlose Wahrheit. "Vor allem sind wir stolz darauf, dass wir elf phantastische Tracks abgeliefert haben, die auf unserem Status Quo basieren. Das war kein Schuss ins Dunkle, das kommt direkt aus dem Herzen", so Frontmann Jesper Binzer.

Der Titelsong beginnt als ZZ TOP-Demonstration in Coolness, bevor er sich zum ungezügelten Lautstärken-Bekenntnis aufschwingt. „The Sky Is Made Of Blues“ ist nur im Grundsatz ein sprechender Titel, sondern eigentlich ein melancholischer, doch recht flotter Hardrocker mit edlen Hooks der Gitarre. „A Drug For The Heart“ wiederum zeichnet ein so unkitschiges Lagerfeuer, wie es auch AEROSMITH nur selten zu entflammen in der Lage waren. „Musical Chairs“ dagegen ist eine Rock’n’Roll-Nummer, welche die Herren so straight, verschwitzt und brennend im Prinzip seit „Riskin‘ It All“ nicht mehr von der Kette gelassen haben. Dass „The Real Me“ nach Stadionrock-Finte eingeleitet und getragen wird vom Hauptriff von DAVID BOWIEs „The Man Who Sold The World“ wirkt in dieser Nachbarschaft charmant und ehrerbietend, nicht hilflos. Und „If The World Just“ ist schließlich die sehr angebrachte Arme-Schwenk-Hymne zum Abschluss.

D-A-D gelingt 33 Jahre nach dem Debüt und 28 Jahre nach "Riskin' It All" ein zeitloses, frisches Meisterwerk, das in unsicheren Zeiten Kraft und Vertrauen gibt.
Auch wenn D.A.D zwischendurch mal geschwächelt haben, so ist bisher noch kein richtiger Rohrkrepierer auf Ihr Konto gegangen. Und daran ändert sich auch mit der neuesten Scheibe der Truppe nichts.

Trackliste:

01. Burning Star
02. A Prayer For The Loud
03. Nothing Ever Changes
04. The Sky Is Made Of Blues
05. The Real Me
06. No Doubt About It
07. A Drug For The Heart
08. Musical Chairs
09. Time Is A Train
10. Happy Days In Hell
11. If The World Just

Line Up:

Jesper Binzer: Gesang, Gitarre
Stig Pedersen: Bass
Jacob Binzer: Gitarre
Laust Sonne: Drums

 

D-A-D - Burning Star (2019) // Official Music Video // AFM Records