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Darkest Color - Deal With Pain 2018

28 Jahre nach dem eigentlich angepeilten Release veröffentlichen die Griechen DARKEST COLOR ihr Debütalbum „Deal With Pain“.
Warum das so lange gedauert hat? Ganz einfach: Die Band hatte sich 1990 aufgelöst bevor die Platte fertig war. Mastermind Thomas Trampouras stieg daraufhin bei den Thrashern FLAMES ein, die in seinem Heimatland durchaus angesagt waren.  Gemeinsam mit dem ursprünglichen DARKEST COLOR-Bassisten Elias Nikolaides hat er die Band vor zwei Jahren wiederbelebt. Das Ergebnis kommt bei der Bandhistorie wenig überraschend. „Deal With Pain“ beinhaltet kompromisslosen 80er-Thrash, der voll auf die Zwölf haut.
Beeinflußt von Bands wie Metallica, Slayer, Anthrax und Exodus, der dennoch erfreulich frisch und unverbraucht klingt. Dies gilt insbesondere für die Gitarren Fraktion, die hier ein geiles Riff nach dem anderen aus den Ärmeln schüttelt, während die Rhythmus Truppe das ganze mit einem druckvollen Soundteppich unterlegt. Die Stimme von Thomas Trampouras hat zwar nicht den größten Wiedererkennungswert, was bei einem Sänger – oder besser gesagt Shouter – dieses Genres nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Eines muss man diesen Hellenen schon lassen. Sie wissen, wie Old School Thrash Metal auch heute noch interessant klingen kann. Sie bieten den Fans mit traditionellen Vorlieben genau das, was die hören wollen. Dynamischen, massiven, brachialen, kantigen, hymnischen, in Grenzen melodischen und größtenteils ungebremsten, virtuos umgesetzten Extrem-Metal mit bemerkenswertem Unterhaltungswert. Daneben könnte sich jedoch durchaus auch noch der eine oder andere Anhänger harter Klänge aus heutiger Zeit mit “Deal With Pain“ anfreunden, was zweifelsohne zu erheblichen Teilen der Produktion von Thimios Krikos zu verdanken ist. Dem, zwar in die Jahre gekommenen, aber dennoch in unserer heutigen Zeit nicht überholt wirkenden Songmaterial hat er weit überwiegend den Charakter einer vollen metallischen Breitseite (mit allem was so dazugehört) verpasst.

DARKEST COLOR sind mit ihrem Erstlingswerk zwar immense Spätstarter, taten aber dennoch gut daran, diese insgesamt doch sehr gelungene Arbeit noch nachzureichen.
Thrash Fans, die sich die guten alten Zeiten zurück wünschen, dürften mit DARKEST COLOR bestens bedient werden.

Tracklist

1. Darkest Color 5:26
2. Politician 4:33
3. Deal With Pain 4:39
4. Jesus Christ 5:52
5. Immaculate Conception 4:41
6. Slam Dance 4:00
7. Sea Of Blood 4:45
8. The End (Black End) 5:21
9. Death Or Glory (Holocaust Cover) 3:41

 

DARKEST COLOR - The End (Black End) (OFFICIAL LYRIC VIDEO)