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Darkness - First Class Violence 2018

Darkness - First Class Violence 2018

 

Die wieder aktiven deutschen Thrash Metaller DARKNESS haben mit „First Class Violence“ ein neues Album angekündigt, das am 12. Oktober über Massacre Records erscheinen soll. Zeitgleich dazu wird das Label auch ihr 2016 erstmals veröffentlichtes Comeback-Album „The Gasoline Solution“ neu auflegen.

Prelude In E (Intro): Ein atmosphärischer Start, der bereits mit einer eingängigen Melodie aufwartet. Ordentlicher Spannungsaufbau für das folgende Geballer.

Low Velocity Blood Spatter: Ein Thrasher wie er nur aus dem Ruhrpott kommen kann. Das erste Riff erinnert ein bisschen an die aktuellen Platten von KREATOR. Doch spätestens wenn Lees Aggro-Vocals einsetzen, ist der typische DARKNESS-Sound da. Die Gangshouts im Refrain werden live sicherlich super funktionieren.

Neoprimitive: Ein weiterer Hassbatzen, der im Chorus ordentlich Mitgröl-Potential aufweist. Insbesondere der groovige Mittelteil sticht heraus. Hier ist headbangen garantiert.

Hate Is My Engine: Der Titel erinnert an DESTRUCTIONs „Hate Is My Fuel“. Damit enden die Parallelen zu Schmiers Kapelle aber auch schon. Ein weiterer ungehobelter Thrash-Song, der mit einigen Death-Growls überrascht.

See You On the Bodyfarm: Ein ziemlich düsterer Song. Wobei DARKNESS ja noch nie für sonderlich viel Optimismus bekannt waren. In der ruppigen Gitarrenarbeit versteckt sich so manche tolle Melodie.

Zeutan: Für die Band wohl der wichtigste Song des Albums. „Zeutan“ war das Pseudonym von Originalsänger Oliver Fernickel, der vor ziemlich genau 20 Jahren verstorben ist. Statt einer wehmütigen Ballade gibt’s drei Minuten Old-School-Thrash mit Punk-Schlagseite auf die Ohren. Am Anfang kommt Olli per Sprachsample zu Wort. Mit Ventor und Tom Angelripper sind zwei Gastsänger an Bord. Absolutes Highlight!

The Autocrazy (Autocracy) Club: Nach einem groovigen Einstieg gibt es wieder voll auf die Mütze. Verschnaufpausen sind DARKNESS wohl fremd. Nach dem Solo besticht die Gitarrenarbeit mit schönen Twin-Leads.

Born Dead: Ein weiterer Song, der dem Zusammenspiel beider Gitarren viel Platz einräumt. Es wirkt fast so, als hätten DARKNESS vor Beginn des Songwritings ein paar Platten der eisernen Jungfrauen aufgelegt. Kombiniert wird das mit einem knackigen Double-Bass.Gewitter.

First Class Violence: Explosive Thrash-Granate, die nach einem fiesen Spannungsaufbau in ein High-Speed-Inferno mündet. Über den Text sagt Gitarrist Arnd: „Geschrieben an einem Scheißtag in echt mieser Laune.“ Genauso angepisst klingt das Ergebnis auch.

I Betray: Bei allem Geknüppel eine trotzdem sehr melodische Nummer. Insbesondere der Refrain ist verdammt eingängig und greift eine Melodie aus dem Intro der Platte wieder auf. Der musikalische Kreis schließt sich endgültig im atmosphärischen Outro, welches die Melodie noch einmal deutlich in den Vordergrund rückt.

Während das Album durchläuft, wippen die Bandmitglieder ständig mit und weisen bei manchen Songs auf die persönlichen Gänsehaut-Momente hin. Hier kommt ehrliche Begeisterung rüber, die nichts mit Promo-Gefasel zu tun hat und zudem auch völlig berechtigt ist.

Dass DARKNESS einst eine viel versprechende Band der Thrash Metal-Szene im Ruhrpott waren, macht sich auch auf „First Class Violence“ bemerkbar: Für den Song „Zeutan“ konnte die Band KREATOR-Drummer Jürgen „Ventor“ Reil und SODOM-Frontmann Tom Angelripper als Gastsänger gewinnen.

Tracklist
01. Prelude In E [Intro]
02. Low Velocity Blood Splatter
03. Neoprimitive
04. Hate Is My Engine
05. See You On The Bodyfarm
06. Zeutan
07. The Autocrazy [Autocracy] Club
08. Born Dead
09. First Class Violence
10. I Betray

 

DARKNESS - First Class Violence (Official Video)