Skip to main content

Dawn Of Destiny - The Beast Inside 2019

Vier Jahre nach ihrem letzten Output “To Hell” melden sich die aus Nordrhein-Westfalen stammenden Power Metaller DAWN OF DESTINY mit ihrer neuen Scheibe “The Beast Inside” zurück. Die vom Label vergebene Bezeichnung “Power Metal” trifft es allerdings nur bedingt, denn neben Genre üblichen Riffs mischen sich auch – teils symphonischer – Bombast, Gothik Elemente sowie eine gewisse Theatralik in den Sound des Vierers, was den Sound vielseitig und damit nicht so leicht kategorisierbar macht.

Gäste, wie sie zuvor immer wieder auf DAWN OF DESTINYs Alben zur Geltung kamen, finden sich heuer nicht im Kader, doch "The Beast Within" bedarf keiner Zierde von außerhalb. Die zeitweiligen Axxis-Protegés spielen sich ganz allein und scheinbar traumwandlerisch sicher durch ein Dutzend produktionstechnisch kraftvoll in Szene gesetzter Modern-Power-Metal-Kompositionen (was für ein Wort …), für die Bassist Jens Faber, der musikalische Kopf der Truppe, bei aller Liebe zum Komplexen (die Takt- und Stimmungswechsel sind mannigfaltig) nie das Hook bzw. die Melodie an sich vernachlässigt.

Darum kreist das gesamte Material wie zu erwarten um Sängerin Scherff, die mit ihrer Power-Röhre ohne weiteres eine klischierte Kampf-Emanze hervorkehren könnte, es aber nicht tut. Stattdessen stellt sie sich in den Dienst der Mannschaft und ist jeder emotionalen Situation gewachsen, sei es im wehmütigen 'It’s My Fate' oder während 'Fight Your Inner Demons' das mit seiner finsteren Theatralik exemplarisch für die raison d' être der Band steht, durch ihre zurückhaltende Performance im harten Riff-Boliden 'Looking For A Hero' oder in der zuversichtlich stimmenden Uptempo-Hymne 'Already Dead'.

Letztere mag man übrigens auch anführen, um lobend auf die Dynamik des Konzeptalbums hinzuweisen. Die fiktive Erzählung um eine junge, von ihrer Familie getrennte Suchende, die sich durch ein kaltes urban-futuristisches Milieu schlägt, scheint also ein zumindest nicht desaströses Ende zu nehmen, was sich dann in der Piano-Ballade ‚Longing' zu bestätigen scheint.

Auch im siebten Album der deutschen Power Metal Band DAWN OF DESTINY zeigen Jungs (und die Dame) ihre Stärken eindeutig auf.

Tracklist

  1. The Beast Inside A Beauty
  2. It's My Fate
  3. Pain In Me
  4. Fight Your Inner Demons
  5. Peace Of Mind
  6. Looking For A Hero
  7. Signs In The Sky
  8. Surrounded
  9. Why Am I Here
10. Already Dead
11. If We Close Our Eyes
12. Longing

Line Up:

Jeanette Scherff: Gesang
Jens Faber: Gitarre, Bass
Dirk Raczkiewicz: Keyboards
Philipp Bock: Drums

 

DAWN OF DESTINY - Already Dead (Official Lyric Video) - Ram It Down Records

 

zu hören bei www.darkradio.de