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Destruction - Born To Perish 2019

32 Jahre Bandbestehen und nun das 17. Studioalbum – das ist eine Menge. Die Teutonen-Thrasher Destruction haben sich anlässlich des neuen Tonträgers frisches Blut dazugeholt und mit Damir Eskic einen zweiten Gitarristen eingestellt.
Und da ist aber jemand mächtig angepisst. Und jemand sind in diesem Fall die deutschen Thrash-Urgesteine DESTRUCTION. Zum Quartett herangewachsen präsentiert die Band mit „Born To Perish“ ein erstaunlich derbes Album.
Natürlich stimmt es, dass Schmier und co. nie besonders zimperlich zu Werke gingen. Doch so einige Alben seit der Reunion kamen eben nicht über ein „okay“ hinaus. Handwerklich stets oben auf, mangelte es den Songs aus der DESTRUCTION-Schmiede allzu häufig am letzten Quäntchen Arschritt.
„Born To Perish“ verhält sich da ganz anders. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen fängt die Band den Spirit von Alben wie „Eternal Devastation“ oder „Infernal Overkill“ so gut ein wie seit den 80ern nicht mehr. Der Solo-Teil in „Betrayal“ etwa erinnert stark an „Death Trap“.

Born To Perish

Ohne Intro geht es sofort in die Vollen. Ein klassischer Destruction-Thrasher mit unwiderstehlichem Riff.

Inspired By Death

Zu Beginn erinnert die Nummer an alte Megadeth, wandelt sich dann aber zu einem schönen Stampfer mit erstaunlicher Eingängigkeit.

Betrayal

Eine dramatische Eröffnung führt über sehr direkte Strophen zu einem ungewöhnlichen Refrain, der fast ein bisschen holprig rüberkommt. Charmanter Thrasher mit Kultpotenzial.

Rotten

Das erste eher unauffällige Stück, das dank seines Titels natürlich an Overkill denken lässt, aber weniger punkig daherkommt.

Filthy Wealth

Nach einem massiven Trommelwirbel fliegen sofort die Haare. Ein Paradebeispiel für perfekten Thrash; dazu verdammt eingängig.

Butchered For Life

Schmier kündigt die „Ballade“ an – und tatsächlich, es ertönen getragene Klänge, Schmier singt rau, aber klar. Das überlange Stück steigert sich in Sachen Härte und endet in einem wuchtigen Refrain.

Tyrants Of The Netherworld

Schmier brüllt, und die Thrash-Lawine nimmt Fahrt auf. Das Haupt-Riff haut richtig ins Mett.

We Breed Evil

Keine Verschnaufpause, auf ins nächste Gefecht. Dezente Slayer-Anleihen im Solo, ein Headbanger wie aus dem Bilderbuch. Eine der Studioboxen kapituliert und fällt aus.

Fatal Flight 17

Die Geschwindigkeit bleibt hoch, Mike zaubert ein paar schöne Gitarrentricks aufs Griffbrett. Könnte ein Klassiker werden.

Ratcatcher

Und es wird noch mal schneller, der „Rattenfänger“ entpuppt sich als perfekter Rausschmeißer mit aggressivem Gröl-Refrain.

Hellbound/Fire Down Under

Als Bonus für Europa beziehungsweise Japan haben Destruction wieder tief in der Schatzkiste ihrer Lieblings-Songs gewühlt. ‘Hellbound’ von Tygers Of Pan Tang behält trotz thrashigem Anstrich seine elegante britische Note, und das flotte ‘Fire Down Under’ von Riot scheint ohnehin wie für Destruction gemacht.

Und so geben auch DESTRUCTION immer weiter Gas, im Jahr 2019 heftiger denn je.

Bandmitglieder:

Gitarre – Mike Sifringer
Gesang, Gitarre – Marcel „Schmier“ Schirmer
Gitarre – Damir Eskic
Schlagzeug – Randy Black

Tracklist:

1. Born To Perish
2. Inspired By Death
3. Betrayal
4. Rotten
5. Filthy Wealth
6. Butchered For Life
7. Tyrants Of The Netherworld
8. We Breed Evil
9. Fatal Flight 17
10. Ratcatcher
11. Hellbound (Bonustrack)

 

 

DESTRUCTION - Born To Perish (OFFICIAL VISUALIZER)

 

zu hören bei www.darkradio.de