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DragonForce - Reaching Into Infinity 2017

Die C64 Mukke meldet sich zurück

DragonForce - Reaching Into Infinity 2017



Nach 3 Jahren melden sich die Extreme-Power-Metaller um Gitarrenhexer Herman Li und Sam Totman mit ihrem siebten Longplayer “Reaching Into Infinity” zurück.
Im Vergleich zum Vorgänger “Maximum Overload” wird die Tracklist auf “Reaching Into Infinity” um weniger hastige Songs ergänzt und es entsteht ein vielseitigeres Soundspektum. Außerdem ist es das erste Album mit dem italienischen Drummer Gee Anzalone.

Das Album startet mit "Reaching Into Infinity" vielversprechend. Der hymnische, getragene Instrumental-Opener hat sehr viel Atmosphäre, ist aber besonders als Titelstück leider zu kurz. Markige Riffs leiten den ersten 'richtigen' Song "Ashes Of The Dawn" ein. Der geht ordentlich nach vorn und erinnert stark an die Teutonen-Metaller Helloween. Tolle Gitarren, schöne vielstimmige Chorusse, leider aber auch ab und an die üblichen Plastik-Keyboards im Hintergrund. Trotzdem insgesamt ein guter Start.

Ein bedeutungsschwangeres, aber sehr synthetisches Intro geht dann über in "Judgement Day", und hier haben wir schon den ersten für DragonForce so typischen Zappel-Track, der sich in punkto Geschwindigkeit selbst überholt. Gleich hinterher kommt der Zwilling "Astral Empire", der genauso atem- und leider auch gesichtslos klingt. Besser, weil druckvoller und schärfer konturiert, macht es "Curse Of Darkness". Hier ist Geschwindigkeit nicht alles und die schönen Doppelgitarren im Mittelteil schwelgen in Wohlklang.

Es folgt der Ohrenschmeichler "Silence", eine wundervolle Metal-Ballade, in der Sänger Marc Hudson seine Stimme so richtig funkeln lässt. Mit "Midnight Madness" kehren DragonForce wieder zurück zum üblichen High Speed-Metal, liefern am Anfang von "War" noch einmal ein kurzes Intro und brettern mit "Land Of Shattered Dreams" gnadenlos gniedelnd weiter.

Ziemlich eindrucksvoll dagegen präsentiert sich das über elfminütige "The Edge Of The World", in dem die Burschen alle Register zwischen schwebenden akustischen Klängen und rasenden Death Metal-Läufen mit den dazugehörigen Growls ziehen. Hier sieht man einmal, welche Qualität und Bandbreite die Truppe aufbringt. Respekt!

Auch "Our Final Stand" bietet hochwertigen und variantenreichen Melodic Metal mit massig beseelten E-Gitarren, während "Hatred And Revenge" wieder die Tempo-Fanatiker bedient. Der Bonus-Track "Evil Dead" geht dann fast schon als lupenreiner Thrash durch, ein geiler Abschluss eines doch erstaunlich reifen Werkes.

Dragonforce übertragen die Riffs und Shouts von Chuck Schuldiner so respektvoll in ihren eigenen Stil, dass sie nie Gefahr laufen, den Song der Lächerlichkeit preiszugeben.
So ein Kritiker
Naja, manchmal wars schon Saukurz davor, doch sie
scheinen sich zu bessern
So ein Loki  ;D


Tracklist

01. Reaching Into Infinity
02. Ashes Of The Dawn
03. Judgement Day
04. Astral Empire
05. Curse Of Darkness
06. Silence
07. Midnight Madness
08. WAR!
09. Land Of Shattered Dreams
10. The Edge Of The World
11. Our Final Stand


https://www.youtube.com/watch?v=DFeBkHJUZDg