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Ektomorf - Fury 2018

Das neue Teil…es scheppert, es kracht und es knallt heftigst aus den Boxen.

Ektomorf - Fury 2018



EKTOMORF wurde 1993 von Zoltán „Zoli“ Farkas in Mezökovacsháza, einer kleinen ungarischen Stadt nahe der rumänischen Grenze, gegründet. Heute ist Zoli - Songwriter, Gitarrist und Mastermind der Band - das einzige verbliebene Gründungsmitglied. Der Sinti-Hintergrund von Bandleader Zoli sorgte dafür, dass sich EKTOMORF von Beginn an mit Rassismus und Vorurteilen konfrontiert sahen. Entgegen allen Widerständen hat es die Band aber geschafft, sich durch jahrelange harte Arbeit eine internationale Karriere aufzubauen. Der Durchbruch kam, als EKTOMORF 2003 erstmal mit Produzent Tue Madsen arbeiteten, der maßgeblich zur Findung des eigenen Sound beitrug. EKTOMORFs Songtexte handeln von Diskriminierung, gesellschaftlichen Problemen, Schmerz und Hass, aber zeigen auch einen starken Willen, diese Missstände zu überwinden.

Zehn Lieder mit Laufzeiten zwischen drei und vier Minuten bringen „Fury“ auf eine Gesamtspielzeit von rund 33 Minuten. Üppig ist das nicht, ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen.

Die englischen Texte sind genauso direkt und zeitweise derbe wie das Klangbild. Das liefert wie gewohnt kernigen und kraftvollen Thrash Metal, dem Bandgründer Zoltán mit seinem packenden Growlscream vorsteht.

Vom Sound her läuft eigentlich alles wie immer ab. Wirklich auffällig ist nur, dass langsamere Mid- oder gar Downtempo-Passagen häufiger vorkommen als früher. Wohl gemerkt: Langsamer, nicht etwa ruhiger! Die Lieder sind nach wie vor aggressiv und haben Ecken und Kanten. Zu sehr geschliffen wirkt das Klangbild nicht einen Moment lang.

Von der Umsetzung her zeigen Ektomorf auf „Fury“ einige ihrer typischen Stärken. Punkten können die vier Musiker nicht nur mit dem kraftvollen Mitten-in-die-Fresse-Sound, sondern auch mit ihren wirklich guten Spielfertigkeiten. Letztere zeigen sich zum Beispiel in Form einiger Gitarrensoli, die so nicht jede Band des Genres drauf hat.

Die Produktion auf „Fury“ ist wieder deutlich druckvoller und böser im Vergleich zu seinem Vorgänger. Musikalisch bieten die Jungs nichts Neues, was man aber auch nicht unbedingt muss. Dafür setzt man lieber auf Bewährtes und wird von den Riffs her eingängiger, mit leichten Thrash-Einschlägen. Das neue Teil…es scheppert, es kracht und es knallt heftigst aus den Boxen. Egal ob der Opener „The Prophets Of Doom“, „Fury“, „Faith And Strength“ oder auch „Tears Of Christ“. Sehr schön, ein solides Brett von den Jungs aus Ungarn zu erhalten.

Tracklist:

01. The Prophet Of Doom
02. AK 47
03. Fury
04. Bullet In Your Head
05. Faith And Strength
06. Infernal Warfare
07. Tears Of Christ
08. Blood For Blood
09. If You’re Willing To Die
10. Skin Them Alive

https://www.youtube.com/watch?v=Qc0yQtINPf8