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Farmer Boys - Born Again 2018

Mit einem Paukenschlag kehrte in 2017 der schwäbische Powertrupp um die drei Bandgründer Matthias Sayer (Gesang), Alex Scholpp (Gitarre) und Ralf Botzenhart (Bass) samt den beiden Neuzugängen Timm Schreiner (Schlagzeug) und Richard Düe (Keyboard) auf die Bildfläche zurück.
Er ist wieder da, der alte Zauber, der diese Band so unverwechselbar macht. Der große, triumphierende und die ganze Welt umarmende Gesang, das mal knackig harte, mal virtuose Gitarrenspiel, die dramatischen Keyboards, die pumpenden Drums. Der FARMER BOYS-Sänger, Matthias Sayer, kommentiert: „Dieses Album ist für uns viel mehr als ein Comeback: es ist ein Weg, unser Weg, Mission und Bestimmung zugleich. Die Jahre in der Ferne sind nun der Schlüssel für dieses große Kapitel. Wir freuen uns auf euch!“

Die lange Pause merkt man der Band deutlich an, was durchaus im positiven Sinne zu verstehen ist. Gut, prima Musik haben sie immer gemacht, nicht zuletzt auch richtig erfolgreich. Was das neue Album allerdings auszeichnet, ist die Liebe zum Detail. Die FARMER BOYS wissen definitiv, wie Hits geschrieben werden und alle Songs gehen recht zügig ins Ohr. Matthias Sayers Stimme tut ein übriges, um die einzelnen Tracks mit diesem speziellen Gänsehautcharakter zu versehen. Doch kratzt man ein wenig an der Oberfläche, findet man viele Details, die sich im Laufe der Jahre angesammelt und am Ende zu einem kompakten Gesamtwerk zusammen gefunden haben. Moderner Thrash meets Pop, so könnte man zum Beispiel den Opener „Faint Lines“ beschreiben, „Fairy Skies“ kommt mit seinen starken Hooklines und dem 90er Jahre Refrain wie eine typische Autofahrt-Musik daher. Die erste Single „Revolt“ schielt ein wenig nach IN FLAMES, während „In The Last Days“ mit ein wenig NDW-Flair ausgestattet ist. Es gibt also viel zu entdecken auf „Born Again“.

Die Ballade „Isle Of The Dead“ kann sich nachhaltig für den Status „Klassiker“ empfehlen. Akustischer Einstieg mit Gitarre, einsetzendes Piano und Cello, dazu erneut Matzes unverwechselbare Stimme. Der Song mündet schließlich in einer Art Halbballade mit 70er Jahre Attitüde.
Den Abschluss bildet der Titelsong, ein eher schwermütiger, geradezu epischer Track, der den Spannungsbogen noch einmal konsequent aufrecht hält.

Die FARMER BOYS sind zurück und schließen nicht nur an "The World Is Ours" an, sondern schaffen es, es mit einem Schuß Erfahrung und Reife zu toppen.

Born Again besitzt eine ansteckende Eingängigkeit, die sich rasch in den Gehörgängen festsetzt und den Oberkörper automatisch Mitwippen lässt. Zu jedem Ohrwurm-Chorus reichen die Farmer Boys ein fettes, charakteristisches Gitarrenriff. Die Mischung (Crossover!) aus Groove und Alternative Metal, radiotauglichem Keyboard-Rock, Pop und orchestralen Arrangements dürfte Fans der ersten Stunde beglücken und unter jenen Hörern neue Anhänger finden, die eingängige Melodien auch bei härterer Gitarrenmusik nicht missen wollen. Willkommen zurück, Jungs.

Tracklist

  1. Cosmos
  2. Faint Lines
  3. Fiery Skies
  4. You And Me
  5. Isle Of The Dead
  6. Tears Of Joy
  7. Mountains
  8. Stars
  9. Oblivion
  10. In The Last Days
  11. Revolt
  12. Born Again

 

FARMER BOYS - Tears Of Joy (OFFICIAL VIDEO)