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Freedom Call - M.E.T.A.L. 2019

Die Band um Sänger/Gitarrist Chris Bay feiert in diesem Sommer nicht nur ihr 20-jähriges Jubiläum, sondern auch die Veröffentlichung ihres zehnten Studioalbums mit dem vielversprechenden Titel M.E.T.A.L.

Dass M.E.T.A.L. dennoch ein in jeder Hinsicht begeisterndes Freedom Call-Werk geworden ist, erkennt man vom ersten Ton an. »Diejenigen, die das Album bereits gehört haben, sagen, dass man sich einige der Stücke auch auf unseren ersten Scheiben hätte vorstellen können«, erklärt Chris Bay nicht ohne Stolz, denn: »Für mich sind solche Einschätzungen ein dickes Lob, denn sie bedeuten im Umkehrschluss, dass es einen typischen musikalischen Fingerabdruck, eine charakteristische Freedom Call-DNA gibt, der wir treu geblieben sind.«

Seit über zwanzig Jahren polarisieren die Nürnberger um Chris Bay mit ihrem superfröhlichen Power Metal, was überhaupt nicht verwundert. Zu viele Leute sind beleidigt von der Message der Band, schließlich prangert das Quartett schonungslos die Verweichlichung und künstlerische Kommerzialisierung dieser Glaubensrichtung an, ein wichtiger Beitrag im Zeitalter von SABATON und ALESTORM. Eine gelungene, überaus wichtige Anprangerung dieser Banalisierung, dieser Optimierung auf Massentauglichkeit war die Teilnahme der Band an der ebenso opportunistischen, plagiierenden Sendung „Tausch Dein Lied“, wo sie mit einem Cover der WILDECKER HERZBUBEN verdeutlicht haben, dass sich diese Bewegung dem angenähert hat, wogegen sie früher eingestanden ist.

Bay spricht von Nummern wie ›Fly With Us‹, ›Days Of Glory‹ oder ›Ronin'‹, die mit ihrem imposanten Tempo und der geradezu überbordenden Spielfreude bei jedem Fan die Hals- und Beinmuskeln animieren. An anderer Stelle nimmt das neue Album auch schon mal etwas Schärfe heraus (›One Step Into Wonderland‹) oder versprüht in ›Sail Away‹ ein atmosphärisches Seefahrer-Flair. Mit dem Titeltrack hat es zudem eine in gleich mehrerer Hinsicht spektakuläre Bewandtnis. Bay: »Einerseits sind solche stampfenden Groove-Nummern für uns eher ungewöhnlich, andererseits kommt es in ›M.E.T.A.L.‹ zu einem absoluten Novum.

Niemand Geringeres als Freedom Call-Gründungsmitglied und früherer Schlagzeuger Daniel Zimmermann gab sich zum Jubiläum die Ehre, seine klare Handschrift auf dem Album zu hinterlassen. Mit Kevin Kott zusammen, Seite an Seite, Schulter an Schulter, wurde auf zwei Drumkits simultan zu diesem Song getrommelt. Der eine ist auf dem linken, der andere auf dem rechten Kanal zu hören.«

Licht und Freude findet man auf M.E.T.A.L. in vielerlei Hinsicht. Freedom Call strahlen auch auf ihrem zehnten Studioalbum pure Spielfreude, eine positive Lebenseinstellung und große kompositorische Kompetenz aus. Und wer weiß: Vielleicht werden all diejenigen, die dieses vitale Album hören, irgendwann selbst zu »Lichtmenschen«.


Tracklist

1. 111 3:56
2. Spirit Of Daedalus 3:45
3. M.E.T.A.L. 4:20
4. Ace Of The Unicorn 3:21
5. Sail Away 3:57
6. Fly With Us 4:17
7. One Step Into Wonderland 3:26
8. Days Of Glory 3:28
9. Wheel Of Time 4:30
10. Ronin 3:47
11. Sole Survivor 4:22
12. Warriors (acoustic) 4:17 (bonus track)
13. Emerald Skies (acoustic) 4:10 (bonus track)

 

FREEDOM CALL - "M.E.T.A.L." (Official Video)

 

zu hören bei www.darkradio.de