Skip to main content

Gods Of Silence - Neverland 2017

GODS OF SILENCE liefern erstklassigen Melodic Metal auf sehr hohem Niveau.

Gods Of Silence - Neverland 2017



Wer diese Truppe kennt, weiß, wie hart die Jungs für ihren Erfolg arbeiten.
Mit einem neuen Longplayer melden sich die fünf Schweizer Krawallmacher, die früher unter dem Namen KIRK ihr Unwesen trieben, bei ihren Fans zurück und wie schon in der Vergangenheit ist vom ersten Ton an klar, was einen erwartet. Knallharter Metal mit progressivem Einschlag, zahlreiche Tempi-Wechsel, kein übertriebenes Keyboardgedudel, dafür mit einer Intensität, die heutzutage nur noch selten anzutreffen ist.

Am 08. September 2017 erscheint nun das neue Werk "Neverland". Die Schweizer beweisen ein geschicktes Händchen für  eingängige Harmonien, erstklassige Riffs und epische Gitarrensoli. Gepaart mit treibenden Beats und der markanten Stimme Gilbi Meléndez kreieren GODS OF SILENCE einen unverwechselbaren Sound.

Nach einem orchestralen Intro erwarten den Hörer elf Stücke mit melodischem, aber meist durchschlagendem Heavy Metal ohne jede Kitschanbiederung - darunter Höhepunkte wie das riffende ‘Army Of Liars’, das fix vorangehende ‘Phoenix’, der mit Chorgesängen veredelte Titel-Track sowie die schön melodischen Nummern ‘Demons’, ‘Wonderful Years’ und ‘All My Life’. Auch Gilbi Meléndez, dem neuen Mann am Mikro, gebührt ein Kompliment für seine sichere Leistung in hohen wie auch tieferen Lagen. Nicht zuletzt seine durchdringende, gut in Szene gesetzte Stimme macht diese gelungene Dreiviertelstunde zu einem echten Hörgenuss für Freunde klassischer Metal-Spielarten.

Jetzt folgt die Königsdisziplin: unter dem Kopfhörer. In diesen fünfzig Minuten trennt sich die Spreu vom Weizen, die elf Songs werden auf Herz und Nieren analysiert. Die ersten Eindrücke bestätigen sich. Die Produktion von Dennis Ward ist amtlich. Die Musik, die immer mal wieder zwischen SHAKRA und MASTERPLAN hin und her pendelt, treibt ordentlich und hat genügend Pfeffer im Hintern. Sänger Gilberto Meléndez (MAXXWELL) klingt wie Jorn Lande, was absolut positiv gemeint ist und ausdrücken soll, wie gut der junge Mann ist. Die Klampfen dominieren und überzeugen durchaus mit fettem Riffing. Im ersten Drittel geben die GODS OF SILENCE mächtig Gas, begeistern mit kantiger Metalschlagseite und hohem Mitsingfaktor ('Phoenix', 'Against The Wall', 'Full Moon'). Doch auch bei den schnelleren Melodic-Metal-Sachen beweist das Quintett ein gutes Händchen für poppige Melodien und Refrains ('Army Of Liars', 'Neverland', 'Wonderful Years'), ohne dabei in kitschige Sphären zu rutschen. Natürlich beinhaltet die Musik der Eidgenossen auch Keyboards, die aber angenehm in den Gesamtsound eingearbeitet sind und nur selten wirklich die seichte Oberhand gewinnen. Das ist sehr stark und in diesem Genre sicherlich nicht alltäglich. Gegen Ende schleichen sich zwar ein paar gefühlte Standards ein, die auf diesem hohen Niveau aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Respekt.

Eines scheint jedenfalls glasklar zu sein, denn mit etwas Glück wird diese Band in Zukunft noch für einiges Aufsehen sorgen, da musikalisch ausreichend Potential vorhanden ist, um nach und nach mehr Anhänger rekrutieren zu können. Egal wie man es dreht und wendet, mit „Neverland" kommt ein durchaus ernstzunehmendes und über weite Strecken wunderbar melodisches Power-Metal-Geschoss, dem auch die internationale Konkurrenz keine Angst machen dürfte, über die Alpen. Es ist eines jener Metal-Alben geworden, das nicht nur die Szene bestens bedient, sondern durchaus auch den ein oder anderen Blick über den Tellerrand hinaus wagt und damit auf ganzer Linie gewinnt. Dies sind die Gründe, um der sympathischen Truppe den schon lange verdienten Respekt zu erweisen und somit auch das neue Album als kleine Sensation bezeichnen zu dürfen.
Wer auf Bands wie Rhapsody, Dragon Force, Power Quest, Dark Moor oder Freedom Call steht, sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren. Denn GODS OF SILENCE liefern erstklassigen Melodic Metal auf sehr hohem Niveau.

Tracklist

01. Gods of Silence (Intro)
02. Army of Liars
03. Against the Wall
04. Neverland
05. Full Moon
06. The Phoenix
07. Demons
08. Wonderful Years
09. Alone
10. You Mean Nothing More To Me
11. All My Life

https://www.youtube.com/watch?v=NEBWul1OMk0