Skip to main content

Grand Magus - Wolf God 2019


Die Riff-Götter sind zurück! Etwas mehr als zwei Jahre sind seit dem starken Album„Sword Songs“ vergangen, doch der Tatendrang steht bei Grand Magus nie still.
GRAND MAGUS begannen als Stoner-Doom-Band, machten auf ihren ersten drei Alben aber bereits kleine Schritte Richtung Heavy Metal. Im Jahre 2008 wurden mit „Iron Will“ die Fronten geklärt und es folgte der Durchbruch als Edelstahl-Kapelle.
Das Trio aus Schweden steht seit Jahren für hervorragend gemachten Heavy Metal.
Mit „Wolf God“ legt die Band nun den Nachfolger und ihr neuntes Studioalbum vor.

Nach etwas mehr als zwei Minuten geht es dann zur Sache. Grand Magus steigen mit dem Titelsong in das Album ein.
Gold And Glory
Das folkige Instrumental-Intro spielt mit nordischen Themen und Instrumenten. Dabei ziehen Epik und Härte langsam an – schöner Einstieg.

Wolf God
Die wuchtige Schlagzeugeinleitung und das darauf folgende beißende Riff klingen sofort nach Grand Magus! Nordisch-kalte Untertöne verleihen dem Titel-Track nicht nur im Refrain einen einzigartigen, düsteren Geschmack.

A Hall Clad In Gold
Grand Magus drücken das Gaspedal mit Bedacht ein Stück weiter durch. Der im Klangbild vordergründige Bass treibt die Strophen massiv voran. Im Refrain nimmt die Band Geschwindigkeit raus, es geht getragen und episch-feierlich zu.

Brother Of The Storm
Breitbeinige Strophen, die nicht ohne in den Himmel gereckte Fäuste gesungen werden können. Das Riff schwimmt oben, so fett ist es, und trägt zum großen Teil den Refrain. Der ehrliche Livesound kommt hier voll zum Tragen! Extrem beschwingtes, cooles Solo, danach noch fünfmal Headbangen, und fertig in rund drei Minuten. Top!

Dawn Of Fire
Plätscherndes Meereswasser leitet diese Hymne ein: in bester schwertschwingender Tradition rufen Grand Magus Erinnerungen an alte Epic Metal-Manowar-Zeiten hervor. Mächtiger Wikinger-Refrain zum Niederknien!

Spear Thrower
Haben Judas Priest ihre Schublade mit unveröffentlichten Songs geöffnet? Aus ‘Jawbreaker’ wird ‘Spear Thrower’, Grand Magus preschen mit voller metallischer Power voran. Gitarren, Bass und Schlagzeug lassen gleichermaßen die Muskeln spielen. Starke Kraftprobe!

To Live And Die In Solitude
Galoppiert kraftvoll voran, JB singt beinahe theatralisch bewegt. Der Refrain strahlt Stärke und Erhabenheit aus. Der Schlagzeug-Sound gehört zu den fettesten und durchschlagendsten, die man von aktuellen Albumproduktionen kennt!

Glory To The Brave
Nein, keine Hammerfall-Cover-Version! Beginnt wie eine smoothe Blues-Nummer mit blubberndem Bass und sexy Groove. Sobald die Gitarren einsetzen, wird es mächtig; die Geschwindigkeit bleibt gezügelt, die Instrumentierung ist in den Strophen zurückgefahren – beinahe wie ein Nicken zu Grand Magus’ Doom-Wurzeln. Erst im Solo, das wiederum an klassische Judas Priest erinnert, nimmt der Song Fahrt auf.

He Sent Them All To Hel
Grand Magus beißen noch mal kraftvoll und aggressiv zurück! Den knackigen Refrain schreit JB regelrecht heraus.

Untamed
Da war noch Power übrig: Solierend und mit sich überschlagendem Schlagzeug starten die Schweden ins Finale, nehmen ordentlich Fahrt auf und fesseln mit hymnischem Refrain und mächtigem Männerchor.

Dass sich auch zwei bis drei Mal durchwachsener Durchschnitt aufs Album geschlichen hat – geschenkt. Unterm Strich ist „Wolf God“ ein sehr gutes Album, auf dem es viel zu entdecken gibt. Es mag an der Herangehensweise der Band liegen, die Songs live im Studio eingespielt zu haben, dass „Wolf God“ etwas ungezwungener klingt, als die direkten Vorgänger. Dass GRAND MAGUS dadurch aber auch etwas unfokussierter wirken, ist die andere Seite der Medaille. Dennoch dürfte dieses Album Fans der Band und Freunde epischen Stahls begeistern.

Tracklist

1. Gold And Glory
2. Wolf God
3. A Hall Clad In Gold
4. Brother Of The Storm
5. Dawn Of Fire
6. Spear Thrower
7. To Live And To Die In Solitude
8. Glory To The Brave
9. He Sent Them All To Hel
10. Untamed

 

GRAND MAGUS - Brother Of The Storm (OFFICIAL LYRIC VIDEO)