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Harpyie - Aurora 2019

Harpyie aus Bad Oeynhausen gründeten sich 2011 und veröffentlichten seitdem 4 Studioalben.
Die fünf Musiker aus Bad Oeynhausen fühlen sich im Folk- bzw. Mittelalter-Rock mit Metal Einflüssen zu Hause und stellen ihr fünftes Album "Aurora" vor.

Sanfte Harfenklänge und eine anschmiegsame Melodie empfangen den  Hörer bei „Morgenstern“, ehe ein Gitarrengewitter die Regie des Songs übernimmt. Sänger Aello läuft direkt zu Beginn dieses Album zur Bestform auf. Unterbrochen von harten Riffs und einer apokalyptischen Tonfolge erweist sich der Track direkt im ersten Durchlauf zu einem Highlight. Etwas seichter kommt das „Sternenfeuer“ daher.

Deutlich besser kommt „Nichts Mehr“ rüber. Satte Double-Bass und eine Drehleiermelodie, die sich direkt ins Gehör pflanzt. Der Gesang kommt realitätsfern daher, was diesem Beitrag allerdings einen besonderen Charme einhaucht. Die Single „Kompassrosen Welken Nicht“ dürfte bereits seine Runden via YouTube gedreht haben. Die Ballade ist stimmungsvoll, was insbesondere am Geigenspiel von Mechthild liegen dürfte. In ihrer Paradedisziplin zeigt sich die Teufelsgeigerin auch auf „Seemann Ahoi“. Erneut wird dem Zuhörer ein amtliches Brett geboten, das durch die beinharten Drums dominiert wird. Hypnotisch schlängelt sich die Hookline durch den gesamten Song und erschafft einen Refrain, der sicher auf jedem Konzert mitgegröhlt werden dürfte.
„Ikarus“ hat den Spirit eines kommenden Fan-Lieblings. Als Vorbild wurde die griechische Sage gewählt und in dieses opulente Klanggewand gesteckt. Eine melodische Nummer, die definitiv einen Platz auf der Live-Setlist verdient hat. Mit Laut-Leise-Effekten arbeitet die Band bei „Inferno“. Eine düstere Nummer, die der Hölle eine musikalische Erscheinung verleiht

„Vendetta“ ist eine Vollgas-Rocknummer, die schon auf der CD ein Mosh-Pit entstehen lässt. Die Geschwindigkeit ist mörderisch und zeigt die HARPYIEn von einer neuen, brutalen Seite. Ein gelungener Beitrag, der als Anspieltipp durchgeht. Der Titel des absoluten Geheimtipps geht diesmal allerdings an „Blut Und Spiele“. Der Songverlauf ist eher im Gothic-Stil gehalten, während sich die Härte aus dem Metal speist. Textlich beschäftigt man sich mit einer Gesellschaft, die nach immer neuen, waghalsigen Kicks sucht. Eine stampfende Anklageschrift mit einer wichtigen Botschaft. Die Frage, die sich zum Ende des Songs stellt ist: Wollen wir in einer solchen Gemeinschaft leben? Danach verzaubert der „Winternachtstraum“ mit eiskalten Klängen auch den Sommer. Verträumt und im Mid-Tempo verortet, verabschiedet sich die Band von ihren Zuhörern.

Auch wenn man hier wieder eine deutliche Steigerung zum letzten Album hören kann, muss hier noch viel Arbeit geleistet werden, bis die Stimme von Sänger Aello dem musikalischen Begleitwerk gerecht werden kann. Was man aber definitiv lobenswert erwähnen muss, ist, dass das Album von der ersten bis zur letzten Sekunde glasklar klingt.

Tracklist:

01. Morgenstern
02. Sternenfeuer
03. Nichts Mehr
04. Kompassrosen Welken Nicht
05. Seemann Ahoi
06. Kaleidoskop
07. Ikarus
08. Atlantis
09. Inferno
10. Vendetta
11. Blut Und Spiele
12. Winternachtstraum

 

Harpyie - Nichts mehr (OFFICIAL MUSICVIDEO) 2019