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Helion Prime - Terror Of The Cybernetic Space Monster 2018

Der Albumtitel des Jahres dürfte hiermit feststehen: Die aus Sacramento (Kalifornien) stammende Power Metal-Formation HELION PRIME meldet sich am 31. August mit ihrem neuen (zweiten) Studioalbum „Terror Of The Cybernetic Space Monster“ zurück. Die Band und ihr Maskottchen, der mächtige „Saibot“, ziehen auf den neun brandheißen Kompositionen alle Register und lassen das Album schließlich im epischen, 17-minütigen Titeltrack beeindruckend ausklingen. Gab es doch einen  zweifachen Wechsel --- am Mikro, ein zweiter Gitarrist kam hinzu und der Drummer wurde ausgetauscht.

Episch baut sich das Intro „Failed Hypothesis“ auf, ehe „A King Is Born“ flott losstartet, aber in den Strophen auf gemäßigteres Tempo und episch-harmonische Gesangslinien baut. Statt auf allzu zuckrige Melodien setzen HELION PRIME mehr auf Einflüsse aus dem US-Powermetal, was sich in knackigen Riffs wie in „Atlas Obscura“ manifestiert.  „Urth“ könnte aber wiederum ohne Bedenken von frühen STRATOVARIUS kommen, ein feiner Uptempo-Kracher ohne Kitsch, aber mit Eierkneif-Gesang und sich schnell festfräsendem Chorus.

Mit „The Human Condition“ wird dann das Feld der ausladenden Epik betreten, das mit starkem Spannungsbogen, abwechslungsreichen Arrangements und ausladenden Soli langeweilefrei die acht-Minuten-Marke überschreitet. „Spectrum“ kehrt die vokalen Stärken von HELION PRIME, vor allem in den reduzierter instrumentierten Passagen mit balladeskem Charakter, nachhaltig hervor und auch „Silent Skies“ (beide zu Recht als Videosingles vorab entkoppelt!) schlägt mit seinem verhaltenen Beginn in eine ähnliche Bresche, ehe der Song Fahrt aufnimmt und sich zu einem weiteren Ohrwurm entwickelt, der mit genau der richtigen Portion an Pathos einher kommt.

Den größten Brocken, nämlich den Titeltrack, haben sich HELION PRIME für den Schluss aufgehoben – kein Wunder, füllt der Song doch alleine ganze siebzehn Minuten. Ausufernde Longtracks als abrundende Endsequenz sind ja in letzter Zeit durchaus in Mode gekommen und erweisen sich gerne einmal als zweischneidiges Schwert, da sowohl die Gefahr von langweiligen Wiederholungen als auch allzu zerstückelter, holpriger Machwerke besteht – Attribute, die HELION PRIME mit „Terror Of The Cybernetic Space Monster“ gekonnt umschiffen. Nach einem beruhigten Beginn, präsentiert der Longtrack einen schlüssigen Spannungsbogen, der mit wiederkehrenden Mustern kokettiert und ab der Bridge mit Gastvocals von Brittney Slayes (UNLEASH THE ARCHERS) aufwartet, die sowohl in den ruhigeren, als auch den aggressiveren Passagen im Mittelteil, sehr gut mit Sänger Sozos Michael harmoniert.

Mit „Terror Of The Cybernetic Space Monster“ fügt die Band ihrer noch jungen Geschichte ein weiteres, beachtliches Kapitel zu.

Track List:

01. Failed Hypothesis
02. A King is Born
03. Bury the Sun
04. Atlas Obscura
05. Urth
06. The Human Condition
07. Spectrum
08. Silent Skies
09. Terror of the Cybernetic Space Monster

 

HELION PRIME - Silent Skies (2018) // Official Clip // AFM Records