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Imperia - Flames Of Eternity 2019

„Flames Of Eternity“ ist wieder ganz im typischen Stil der nordischen Band geworden. Helenas Gesang besticht ab dem ersten Song, egal, ob sie opernhaft oder rockig singt, grölt oder ihre Stimme samtig um eine Ballade schmiegt.
Man hört großes Orchester, Violinen-Einsätze und diverse Einflüsse von nordischer Musik, Folk Metal, Gothic und Industrial. Auffällig auf dem aktuellen Album sind die sehr reduziert gehaltenen Nummern – überwiegend Balladen -, die fast nur durch Vocals und Piano bestechen.
Die musikalische Reise führt durch zwölf sehr ansprechende Songs und man wandelt dabei über verschiedenste emotionale Gefilde. Manches klingt schwer und aggressiv, anderes begeistert durch flottere Rhythmen und selbstverständlich fehlen auch powervolle Balladen wie zum Beispiel „Invisible Tears“ nicht im kontrastreichen Programm.

Und Imperia starten gleich mit einer großartigen Hymne. In “The Scarred Soul” vereinen die Musiker schon alle Trademarks der Band. Hier setzt sich fort, was man im Vorgänger “Tears Of Silence” bereits hören konnte, die tiefere Gesangsstimme von Helena. Streicher sorgen für eine gehörige Portion Epik. Natürlich gibt es auch ausreichend metallische Härte, vor allem durch den Einsatz der Double Bass. “Fear Is An Illusion” ist noch etwas härter. Dank der Growls der Front-Lady selbst, aber auch die Gitarren knallen hier mehr. Später kann man als Kontrast den betörenden Sopran von Helena hören, begleitet von einem wunderschönen Gitarren-Solo. Auch bei “Unspoken Words” rocken Imperia munter vor sich hin, bevor mit “Book Of Love” die erste gefühlvolle Ballade folgt. Das Kontrastprogramm geht weiter. Opernsopran, knallende Gitarren, vorantreibendes Schlagzeug, so präsentiert sich “Blinded”.

Piano, akustische Gitarren und Streicher leiten die zweite Ballade “Invisible Tears” ein. Auch diese ist zum Träumen schön. Dazu ein Wahnsinnsgitarren-Solo in der Mitte. Und der omnipräsente Bass sorgt druckvoll dafür, dass der Song niemals kitschig wirkt. Epische Chorusse und folkloristische Element sind in dem Midtempo Song “Otherside” zu hören, dem sich die etwas schwächere Ballade “Beauty Within” anschließt. Danach überraschen Imperia jedoch mit eingestreuten Industrial Klängen bei “My Guardian Angel”. Wie schon im Vorgänger experimentieren die Musiker auch mit orientalischen Klängen, zu hören in “The Ocean”. Mit den beiden Balladen “A Crying Heart” und “Mother” klingt das Album besinnlich aus. Bei beiden wird die Sängerin hauptsächlich vom e-Piano begleitet.

"Flames Of Eternity" ist sicher nicht mehr so metallisch ausgefallen, wie man es von den bisherigen Alben gewohnt war. Diese musikalische Änderung ist der konzeptionellen Ausrichtung geschuldet und daher nachvollziehbar. Der Sound bietet schöne Wechsel von Breitwand zu detaillierter Instrumentierung, jeweils eingebettet in riffende Gitarren, folkloristische Untermalungen und Chören. An Abwechslung hat man bei den überwiegend im Midtempo gehaltenen Nummern nicht gespart, sodass Fans dieser Spielart ganz klar auf ihre Kosten kommen werden.

Tracklist

01. The Scarred Soul
02. Fear Is An Illusion
03. Unspoken Words
04. Book Of Love
05. Blinded
06. Invisible Tears
07. Otherside
08. Beauty Within
09. My Guardian Angel
10. The Ocean
11. A Crying Heart
12. Mother

 

IMPERIA - Fear Is An Illusion (Official Lyric Video)