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Iron Kingdom - On The Hunt 2019

Die Anzahl der Bands, die sich dem traditionellen Sound der 80er Jahre verschrieben haben, wird nach wie vor nicht geringer. Doch während das Gros solcher Formationen eher im europäischen Raum zuhause ist, sind Bands aus Übersee doch eher rar gesät. Einer dieser rühmlichen Ausnahmen sind IRON KINGDOM aus Kanada. Die Truppe wurde 2011 in Surrey, British Columbia gegründet und brachte noch im gleichen Jahr ihr Debüt “Curse Of The Voodoo Queen” auf den Markt. Nach zwei weiteren Alben sowie einer Live-EP steht nun Langrille Nummer vier in den Startlöchern.

Mit einem Maiden-mäßigen Lick steigt das Quartett in die erste Single “White Wolf” ein und galoppiert in bester NWOBHM Manier durch den Song, gekrönt von Double-Lead Gitarren und einem simplen, aber einprägsamen Chorus einschließlich potenziellem Live-Mitsing-Part. Sänger Chris Osterman versucht dankeswerterweise erst gar nicht, Größen wie Bruce Dickinson oder Rob Halford zu nachzuahmen, auch wenn er hier und da mal nen Scream vom Stapel lässt, sondern beschränkt sich auf seine stimmlichen Fähigkeiten. “Driftin’ Through Time” tritt, angetrieben von einem markanten Basslauf in ähnliche Fußstapfen, auch wenn die Nummer gegenüber dem Opener in Sachen Eingängigkeit nicht ganz mithalten kann.

“Sign Of The Gods” tritt ordentlich aufs Gaspedal und kokettiert mit Speed Metal Gefilden, nur um dem geneigten Metalhead im Refrain eine Verschnaufpause zu gönnen. “Keep It Steel” übernimmt das Tempo seines Vorgängers und serviert eine True-Metal Hymne, die beinahe als zu schnell abgespielte Grand Magus Nummer durchgehen könnte. “Raze And Ruin” kann eine gewisse Nähe zu den eisernen Jungfrauen nicht leugnen, denn der irgendwo zwischen Mid- und Up-Tempo angesiedelte Track erinnert riffmäßig ein wenig an “The Trooper”, während einem beim flotten “Road Warriors” Riot in den Sinn kommen.

´Invaders´ nimmt gar die Epic der Brit-Legende an, derweil ´Road Warriors´ mit RIOT in den Kampf zieht. Zwei Wort-Refrains reichen zuweilen ebenfalls aus, wenn sie ekstatisch variiert werden. Speed-Songs wie ´Sign Of The Gods´ schweben gar in Malmsteen‘schen oder ´Keep It Steel´ in klassischen Galaxien. Allein ´The Dream´ bezeugt, dass Balladen nicht zu IRON KINGDOMs Vorzügen zu zählen sind. Mit Stahl ist sowieso alles gesagt, was diese wahre Musik am Leben hält.

Tracklist

1. White Wolf (5:23)
2. Driftin´ Through Time (3:20)
3. Sign Of The Gods (4:43)
4. Keep It Steel (3:04)
5. Raze And Ruin (3:50)
6. Road Warriors (4:41)
7. Invaders (5:30)
8. Paragon (4:33)
9. The Dream (4:45)

Line Up:

Chris Sonea: Drums
Leighton Holmes: Bass
Chris Osterman: Gesang, Gitarre
Megan Merrick: Gitarre

 

Iron Kingdom - Road Warriors (OFFICIAL MUSIC VIDEO)

 

zu hören bei www.darkradio.de