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Judas Priest - Firepower 2018

Was JUDAS PRIEST hier entfesseln, ist abermals ein hochklassiges Stück Schwermetall, das geradlinig und ohne große Umschweife nach vorne geht

Judas Priest - Firepower 2018



Wenn eine Legende wie die britischen Heavy-Metal-Titanen JUDAS PRIEST ihre bereits stattliche und vor Klassikern strotzende Diskographie um ein neues Werk erweitert, sind sowohl Erwartungen, als auch Befürchtungen sehr hoch.
In Bezug auf „Firepower“, das bereits 18. Priest-Album, muss sich aber niemand Sorgen machen. Was JUDAS PRIEST hier entfesseln, ist abermals ein hochklassiges Stück Schwermetall, das geradlinig  und ohne große Umschweife nach vorne geht und vergessen lässt, dass die Gruppe bereits seit 1969 tätig ist.

Wer bei "Lightning Strike" nicht alles, was sich gerade in der Nähe befindet, in Grund und Boden pogen möchte, hat den Metal nie geliebt. Oder so ähnlich. Was für Hooks, was für ein Refrain - was für ein Ohrwurm! Und bereits jetzt wird klar, dass Neu-Gitarrist Richie Faulkner nach seinem Einstieg 2011 endgültig angekommen ist, mit dem Kollegen Glenn Tipton perfekt harmoniert und dabei extrem songdienlich agiert. Das Ergebnis sind Stücke wie das barbarisch stampfende "Evil never dies", "Necromancer", das im Refrain mit einem kleinen Gruß an King Diamond glänzt, oder das hymnische "Rising from ruins". Die beste Leistung des Songschreiber-Trios Faulkner, Tipton und Halford jedoch ist es, mit den Melodieführungen dem altersbedingt nicht mehr ganz taufrischen Stimmumfang des auch schon 66 Jahre alten Frontmanns Rechnung zu tragen. Und dass Halford immer noch zu großartigen Leistungen imstande ist, war zuletzt mit seiner einzigartigen "Painkiller"-Performance auf dem Wacken Open Air 2015 zu bewundern.

„Firepower“
Insgesamt 13 Songs (plus ein Intro) mit fast einer Stunde Spielzeit liefern die Briten hier ab - ein rechter Brocken! Zugegeben: Es braucht ein paar Durchläufe, bis die Feuerkraft wirklich zuschlägt. Aber dann umso gewaltiger! Es ist beeindruckend zu sehen, zu was Rob Halford - immerhin bereits im Rentenalter! - und seine Mannen auch heute noch fähig sind. Gut, dass sie handwerklich über alle Zweifel erhaben sind, haben sie auch auf dem Vorgänger ja gezeigt. Doch der grosse Unterschied zur „Redeemer of Souls“: Auf „Firepower“ muss man die starken Momente nicht mit der Lupe suchen! Es ist eher umgekehrt… Allein die ersten vier Songs sind absolute Volltreffer! Man höre sich nur mal die fiesen Schreie in „Lightning Strike“ an. Oder die Riffs bei „Evil Never Dies“. Oder die unbändige Power im Titeltrack, inklusive rollendem „RRRRRR“. Ja, DAS sind unverkennbar Priest, wie man sie kennt und liebt!

Feuer frei - The Priest is back! Judas Priest hauen mit „Firepower“ ein Album raus, das ihre Fans und alle, die´s noch werden wollen, nicht enttäuscht!!!!!

Tracklist

    Firepower
    Lightning Strike
    Evil Never Dies
    Never The Heroes
    Necromancer
    Children Of The Sun
    Guardians
    Rising From Ruins
    Flame Thrower
    Spectre
    Traitors Gate
    No Surrender
    Lone Wolf
    Sea Of Red

https://www.youtube.com/watch?v=zVVrfqwA5lQ

https://www.youtube.com/watch?v=CUzcxJNZKC4