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Mammoth Storm - Alruna 2019

Die Schweden schaffen es, mit Alruna eine gewaltige Doomwalze hinzulegen. Der Bass geht durch Mark und Bein, ein Album, so gewaltig wie eine Mammutherde aus der Steinzeit, jedoch auf einem eigenartigen Trip.

Bereits der Opener Giants beginnt riesig. Der Song hat alles, was einen Stoner Doom Song ausmacht. Er ist gekennzeichnet durch harte Stoner Metal Riffs, ziemlich düster gehalten, mit ein wenig Sludge Würze. Zudem hat er die richtige Länge, um die für den Doom so wichtige Spannung richtig aufkommen zu lassen.

Der Titelsong Alruna beginnt zunächst bedächtig und leise, bevor er eine gewisse Präsenz bekommt. Er schleicht sich dann in einem bedächtigen Rhythmus daher, welcher sehr prägnant ist und richtig in die Knochen geht. Dazu die Stimme von Daniel Arvidsson, die in diesem Song beinahe etwas Beschwörendes hat. In der Mitte des Songs gibt es so etwas wie einen Break, der dem Song eine psychedelische Wirkung gibt und ihn noch einmal im Tempo herunterfährt, bevor er wieder an Fahrt aufnimmt und zum alten Rhythmus zurückkommt

Noch einmal düsterer kommt Shores Of The Dead. Das Tempo noch einmal heruntergefahren, die Drums geben einen Grundrhythmus vor und die Gitarre heult immer wieder auf. Ein Prachtexemplar eines Stoner Doom Songs. Bei dem Song zerreißt es einen fast vor Spannung. Hinzu kommt eine nahezu angsterfüllende Stimme. Wir befinden uns am Ufer der Toten.

Mit den letzten beiden Songs Raven Void und Astra Mors bewegt sich die Mammuth Herde vorsichtig auf eisigem und schwerem Terrain. Majestätisch, trotzdem klobig und schwerfällig walzt die Herde ohne Unruhe vor sich hin, um da anzukommen, wo sie hinwill. Die Sterne bilden für die Herde eine magische Anziehungskraft. Jedoch erlöschen die Sterne wahrlich bei Anblick dieser Herde, die sich mit ihrem schleppenden und unnachgiebigen Sound bereits angekündigt hat.

Das Songwriting ist insgesamt erwachsener gegenüber dem Debütalbum geworden und trotz genretypischen Neun-Minutenstampfern kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil: Mit 41 Minuten ist die Albumdauer eher arg kurz bemessen. Aber mehr würden die meisten Bassboxen wahrscheinlich eh nicht mitmachen. Denn laut muss es sein.

Bandmitglieder:

Bass, Gesang – Daniel Arvidsson
Gitarre – Crister Ström
Schlagzeug, Orgel – Emil Ahlman

Tracklist:

1. Giants
2. Alruna
3. Shores Of The Dead
4. Raven Void
5. Atra Mors

 

MAMMOTH STORM - Alruna (lyrics video 2019)