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Metal Church - Damned If You Do 2018

Der West Coast-Metal-Szene der 80er entstammend, konnten METAL CHURCH rasch die Spitze des Genres erklimmen. Nachdem sie einen Vertrag bei Elektra Records unterzeichnet hatten, veröffentlichten sie ihre ersten beiden, vielgelobten Platten. So machte ihr selbstbetiteltes Werk »Metal Church« die Band zu Pionieren der Thrash/Metal-Szene. Der All Music Guide schrieb zu ihrem Debüt: „Allein ihr unglaublich tightes musikalisches Können lässt die Band aus der Masse hervorstechen. Diese Platte bleibt ein unterbewerteter Klassiker des amerikanischen Vollgas-Heavy Metal.“ Als die Heavy Metal-Szene in den Vereinigten Staaten immer größer wurde, absolvierten METAL CHURCH eine äußerst erfolgreiche Tour mit ihren Label-Kollegen METALLICA.

Seit der Rückkehr von Mike Howe nach langen Jahren Pause vom Musikbusiness sind METAL CHURCH wieder in aller Munde. Die Reunion-Scheibe "XI" war ein prima Comeback und wer die Jungs bei ihrer letztjährigen Tour, die sie auch durch unsere Breitengrade führte, gesehen hat, konnte sich davon überzeugen, dass das alles andere als eine Altherren-Truppe ist.

Das Album wird mit dem Titelsong „Damned If You Do“ eröffnet. Sorgen zunächst die ungewöhnlichen „Hummmm“-Gesänge für Fragezeichen beim Hörer, aber die lösen sich zum Glück schnell wieder auf da eigentlich gut im Song integriert. Das Stück selbst ist ein guter, energiegeladener und flott nach vorne preschender Opener mit starken Stakkoto-Riffs, massig Double-Bass und tollem, eingängigem Refrain. Mike Howe erneut in bestechender Form. Einfach nur stark! Das folgende „The Black Things“ beginnt mit einer „Badlands“ Reminiszenz, ist noch eine Spur flotter als der Opener, mit typischem Riffing a la METAL CHURCH, hätte so auch gut auf „Hanging In The Balance“ gepasst. Der Song wächst mit jedem Mal. Wir schwelgen weiter in Erinnerungen – das erste Riff von „By The Numbers“ erinnert an den Klassiker „Start The Fire“, auch wieder recht flott gehalten.

„Revolution Underway“ beginnt atmosphärisch balladesk und steigert sich im weiteren Verlauf. Das abwechslungsreiche Stück hat ordentlich Power und griffige Melodien, einen ruhigeren Mittelteil und starken Chorus, erinnert stark an die „Blessing In Disguise“ und ist sicherlich der stärkste Song auf „Damned If You Do“. Die folgenden Stücke können dieses hohe Niveau leider nicht ganz halten. Bei „Guillotine“ herrscht der Speed, das Stück ist METAL CHURCH Standard. „Rot Away“ galoppiert auch ordentlich, die Riffs sind wieder messerscharf, gut aber nicht überragend! Der Kracher „Into The Fold“ ist nicht weniger schwungvoll, variiert aber im Tempo häufiger. Das rockigere „Monkey Finger“ swingt lässig und sorgt für weitere Abwechslung auf „Damned If You Do“. Ein wirkliches Highlight folgt aber mit „Out Of Balance“, das wieder viele Stärken von METAL CHURCH in sich kulminiert: Speed, eingängig melodischer Refrain, bestechende Riffs und Soli. Das abschließende flotte „The War Electric“ ist dann wieder routinierter METAL CHURCH Power Metal.

Wer METAL CHURCH der jüngeren Vergangenheit mag, sollte sich von „Damned If You Do“ die zweite Hälfte anhören!

Tracklist

1     - Damned If You Do 4:35     
2     - The Black Things     5:16     
3     - By The Numbers     4:35     
4     - Revolution Underway 5:25     
5     - Guillotine     4:47     
6     - Rot Away     3:26     
7     - Into The Fold     4:20     
8     - Monkey Finger     4:15     
9     - Out Of Balance     4:25     
10     - The War Electric     4:09

 

Metal Church "Damned If You Do" Official Video