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Night Ranger - Don`t Let Up 2017

35 Jahre und keine Spur von Altersschwäche.

Night Ranger - Don`t Let Up 2017 (Japanese Edition)



35 Jahre und keine Spur von Altersschwäche.
Nach dem letztjährigen Live-Best-Of-Jubiläum „35 Years And A Night In Chicago” legen Night Ranger dieses Jahr mit “Don’t Let Up” nach. Nach dem 2014er Output „High Road” ist das neue Album, die erste Platte mit dem ehemaligen Alice Cooper-Gitarristen Kerri Kelly, der den zu Whitesnake abgewanderten Joel Hoekstra ersetzt. Gemeinsam mit Ur-Gitarrist Brad Gillis scheint er ein Faible für Twin-Lead-Gitarren entwickelt zu haben. Durch das von der Band produzierten Album ziehen sich diese wie ein roter Faden.

Der Gute-Laune-Rocker „Somehow Someway“ eröffnet das Album, wie man es von Night Ranger erwartet. Aber erst ab der Bridge mit Heavyrockriff und Twinleadgitarren nimmt der Song aber richtig an Fahrt auf und erinnert leicht an Whitesnake. „Running Out Of Time“ lehnt sich dagegen an Bands der jüngeren Rockfraktion wie The Darkness an und überzeugt mit coolem Riffing, erneut überaus stimmigen Twin-Lead-Gitarren und einem entspannt eingängigem Refrain. „Truth“ ist dann die obligatorische Semiballade, welche aber ohne jeglichen Schmalz und Kitsch daherkommt und vom Gesamteindruck eher nach 90er-, denn 80er-Jahre-Rock klingt. „Day And Night beschließt das erste Albumdrittel als melodischer Heavyrocker zwischen Mötley Crüe und Alice Cooper, kann aber mit abwechslungsreichem Riffing und Arrangement, sowie wiederholt ausgezeichneten Soli aufwarten.

Nach einem solchen Eröffnungsquartett muss eine Verschnaufpause her. Der Titelsong ist eine Semiballade zwischen Cheap Trick und Def Leppard, „(Won’t Be Your) Fool Again“ weist, aufgrund des nun erstmals eingesetzten Klaviers, Honky-Tonk-Tendenzen auf, bevor mit „Say What You Want“ das Tempo wieder angezogen wird. Die flotte Feelgood-Nummer könnte Jack Blades auch für Aerosmith geschrieben haben. Anschließend wird es im letzten Teil des Albums etwas entspannter. „We Can Work It Out“ und „Nothing Left Of Yesterday“ sind sehr solide Semiballaden, während das rockigere „Comfort Me” der einzige Song mit prominent eingesetzten Keyboards ist. „Jamie“ hingegen drückt nochmal mächtig aufs Gaspedal und zeigt, dass es auch ohne Keys geht.

Feinster Classic Rock mit vielen guten Arrangements und hauchzarten Neuerungen
Satte und doch melodische Gitarrenriffs plus fette Chorusse plus vokale Variation durch den wechsenden Leadgesang von Blades und Keagy, all das gibt Arena-tauglichen Kraftrock.

Tracklist:

01. Somehow Someway
02. Running Out Of Time
03. Truth
04. Don’t Let Up
05. Won’t Be Your Fool Again
06. Say What You Want
07. We Can Work It Out
08. Comfort Me
09. Jamie
10. Nothing Left Of Yesterday



https://www.youtube.com/watch?v=JNNleqrWkSw