Skip to main content

Nils Patrik Johansson - Evil Deluxe 2018

Es hat lange gedauert, lag eigentlich nahe und ist nun auch genau das geworden, was man von jemandem wie NILS PATRIK JOHANSSON erwarten durfte. Das erste Soloalbum des schwedischen Tausendsassas vereint die Stile aller Bands, in denen der Dio-Soundalike bisher sang, zu einem stimmigen Ganzen aus mithilfe diverser Weggefährten ersonnenen Eigenkompositionen.

Nils Patrik Johansson ist der Sänger von Bands wie Civil War, Astral Doors oder Lions Share. Nun bringt er in Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Lars Chriss sein erstes Solo Album „Evil Deluxe“ auf den Markt. Als musikalische Gäste sind außerdem neben anderen noch Chris Boltendahl (Grave Digger, Gesang), Andy Loos (Lion’s Share,Bass) und Frederik Johansson (Drums) dabei. Das Ergebnis ist reinrassiger Heavy Metal mit starken 80er Jahre Verweisen. Da klingt vieles nach Dio oder Black Sabbath zu Tony Martin Zeiten. Das ist alles weder originell noch neu, aber es macht einfach Spaß. Mit dem Song „Burning“ ist auch eine „Accept“ Coverversion zu finden. Die Hymne „Metalhead“ und der Titelsong „Evil Deluxe“ sind die Highlights des Albums. Alle weiteren Songs sind durchweg gelungen und sollten jedem Fan von Dio, Accept, UDO oder klassischen Heavy Metal im Allgemeinen gut gefallen.

Während „Baal“ als kurzes Intro gesehen werden kann, eröffnet „Evil Deluxe“ ein grandioses Gitarrensolo zu Beginn, bevor ein sehr kräftiger und zugleich melodischer Gesang hinzukommt. „Estonia“ beginnt dann mit Funksprüchen, bevor der Song durch harte Breaks eine dramatische Stimmung verkündet. Temporeicher geht es dann mit „Gasoline“ weiter, bevor „How The West Was Won“ zunächst sehr melancholisch ruhig beginnt und dann sehr kräftig ist. „September Black“ ist ein insgesamt sehr melodischer Song, bei dem mit dem Gesang gespielt wird. Aber auch die deutlich temporeicheren Instrumentenlinien sind zu bemerken. Relativ rockig mit harten Drums und Riffs ist „Kings and Queens“. „Burning“ beginnt direkt sehr temporeich. Dies wird auch gesanglich unterstützt. Spätestens bei diesem Song kommen mir Vergleiche zu „Accept“ in den Sinn, wobei ich diese Gedanken ehrlicherweise schon bei einigen Songs zuvor hatte. „Circle In The Sky“ beginnt wieder sehr dramatisch, und das bleibt es auch. Rhythmisch schneller und dennoch harmonisch melodisch ist „Dark Evolution“. Hier solltet ihr unbedingt das geniale Gitarrensolo bei ca. 3 Minuten Spieldauer genießen. Als Abschluss der Scheibe ist „A Waltz For Paris“ relativ ruhig und entführt uns gedanklich ins alte Frankreich.

Neben Lars und Fredrik sind auf dem Album unter anderem auch LION'S SHARE-Bassist Andy Loos, BLOODBOUND-Keyboarder Fredrik Bergh und Anuviel von SAECRED SPIRIT zu hören. LION'S SHARE-Keyboarder Kay Backlund und der Bassist Marcus Bengts werden ebenfalls Gastbeiträge beisteuern.

Tracklist

1. Baal  
2. Evil Deluxe   
3. Estonia
4. Gasoline   
5. How The West Was Won   
6. September Black
7. Kings and Queens
8. Burning   
9. Metal Head   
10. Circle In The Sky
11. Dark Evolution
12. A Waltz For Paris

 

Nils Patrik Johansson Evil Deluxe LYRIC VIDEO