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Orden Ogan - Gunmen 2017

Mit ihrem sechsten Album entführen uns Orden Ogan in den Wilden Westen.

Und sie schiessen scharf.

Orden Ogan - Gunmen 2017



Mit ihrem sechsten Album entführen uns Orden Ogan in den Wilden Westen.
Und sie schiessen scharf.

Mit „Gunmen“, der neuen und sechsten Langrille der Gruppe, liegt ein majestätisches, episches und doch rockiges Power-Metal-Highlight vor, das gekonnt untermalt, wo ORDEN OGAN jetzt stehen und das is keinster weise Wehmütigkeit zum vergleich früherer Werke hervorruft.
Was die Truppe um Sänger und Gitarrist Sebastian „Seeb“ Levermann mit „Gunmen“ auf die Beine gestellt hat, dürfte den Sound der Band durchaus auf eine neue Stufe hieven

Der Opener und Quasi-Titelsong „Gunman“ versetzt uns ohne große Umschweife in ein Wild-West-Szenario, in welchem der titelgebende Knarrenmann Rache für den Mord an einer, wie das gut gelungene Musikvideo nahelegt, geliebten Frau nimmt. Textlich mag das bisweilen ein wenig klischeehaft anmuten, dennoch präsentiert sich bereits dieser Einstieg als eine Power-Metal-Hymne der ersten Güteklasse. Auch im Folgenden servieren uns ORDEN OGAN einen musikalischen Leckerbissen nach dem anderen, wobei ihnen abermals eine gute Symbiose aus Melodieführung, orchestralem Bombast (man beachte nur das pompöse Intro des Openers) und rockendem Metal gelingt, dessen Durchschlagskraft nicht zu kurz kommt.
Der Zuhörer spürt die bedrückende Melancholie, die etwa der zweiten Single „Fields Of Sorrow“ innewohnt und spätestens wenn „Seeb“ im epischen Schlusstrack „Finis Coronat Opus“ mit beruhigend wirkender Stimme „I’ll always be there with you, I’ll always be watching you“ verkündet (aus der Sicht einer verstorbenen Person), brechen alle Dämme.
Sowohl hinsichtlich der Emotionen als auch musikalisch erreicht die Platte jedoch in der Mitte ihren Höhepunkt, der auf den Namen „Come With Me To The Other Side“ hört. Waren es auf dem Vorgänger „Ravenhead“ noch Joacim Cans (Hammerfall) sowie Chris Boltendahl (Grave Digger), die als renommierte Gastsänger mit von der Partie waren, konnten ORDEN OGAN für diesen Titel abermals einen namhaften Gast gewinnen: Liv Kristine, die im letzten Jahr durch die Trennung von ihrer Stammband Leaves‘ Eyes für offene Münder sorgte, veredelt diesen ruhig beginnenden und sich dann in einer rasanten Metal-Dampfwalze entladenden Song mit überaus gelungenen Parts. Der Band gelingt hier darüber hinaus das Kunststück, einen der schnellsten und aggressivsten, zugleich jedoch gefühlvollsten Songs der ganzen Platte zu präsentieren.
Zum Abschluß von „Gunmen“ haut die Band noch den Longtrack „Finis Coronat Opus“ raus. Hier pflügen sich Orden Ogan durch ihre komplette Vielseitigkeit. Tolles Riffing, klasse Gesang und feine Melodien.

Auch im Wilden Westen bleiben Orden Ogan ihrer grundsätzlichen Linie treu. Weiterhin ist purer Power-Metal mit vielen Chorgesängen angesagt und Balladen sind tabu.

Das neue Album klingt definitiv am individuellsten von allen bisherigen Veröffentlichungen.
Vorbei die Zeiten als „kleiner Bruder von Powerwolf“

Tracklist

01. Gunman
02. Fields Of Sorrow
03. Forlorn And Forsaken
04. Vampire In Ghost Town
05. Come With Me To The Other Side (feat. Liv Kristine)
06. The Face Of Silence
07. Ashen Rain
08. Down Here (Wanted: Dead Or Alive)
09. One Last Chance
10. Finis Coronat Opus

https://www.youtube.com/watch?v=JPm46Qgyn24