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Paragon - Controlled Demolition 2019

Die Metal-Urgesteine ­Paragon legen mit CONTROLLED DEMOLITION ihr zwölftes Studio­album vor. Von Altersmilde findet sich keine Spur, ganz im Gegenteil: Die Nordlichter scheinen knapp 30 Jahre nach ihrer Gründung noch mal richtig durchstarten zu wollen und drücken das Gaspedal ordentlich durch.

Die kontrollierte Zerstörung ist wohl der passendste Albumtitel, den die Veteranen von PARAGON bisher gewählt haben, denn das von Piet Sielck (IRON SAVIOR) druckvoll produzierte, neue Schaffenswerk kracht wirklich an allen Ecken und Enden. Nach dem nicht ganz so spannenden Intro zeigt "Reborn" sogleich, dass PARAGON in einem Atemzug mit anderen Metalgrößen aus deutschen Landen zu nennen sind. Gewisse Parallelen zu GRAVE DIGGER, PRIMAL FEAR, GAMMA RAY oder auch den härteren Sachen von ACCEPT sind sicher nicht von der Hand zu weisen, PARAGON packen dem Ganzen aber noch eine Schippe obendrauf und kratzen oftmals am Thrash und Speed Metal der alten Schule (DESTRUCTION, KREATOR).

Schon bei "Abbatoir" wird deutlich, dass auch die Melodie nicht zu kurz kommen wird. Gut, an den Vocals von Andreas "Buschi" Babuschkin werden sich weiterhin die Geister scheiden, aber GRAVE DIGGERS Chris Boltendahl hat als Vergleich sicher in seiner langen Karriere auch mit dem ein oder anderen Kritiker seinen Gesangsstil betreffend zu kämpfen gehabt. "Mean Machine" ist der eingängigste Track des Albums, kommt mit unter vier Minuten Spielzeit gut auf den Punkt und dürfte live sicher richtig gut funktionieren. Diesen Punkt verfehlt das folgende "Deathlines" leicht. Es steigert sich zwar langsam groovend über acht Minuten  und beinhaltet auch gute Momente, welche an die "Heart Of Darkness"-EP von eben jenen GRAVE DIGGER erinnern.

Ganz anders gestrickt ist da "Musangwe (B.K.F.)", welches mit ordentlich Speed voll auf die Zwölf die Metalglocken läuten lässt und zum bedingungslosen Mitgrölen animiert. Weitere Highlights sind das thrashig-angehauchte "Blackbell" und das abschließende Duo aus "Black Widow" und "...Of Blood And Gore". Während die schwarze Witwe mit einem großartigen Refrain sowie richtig geilen Gitarrenriffs überzeugt, überrascht der Schlusspunkt mit einem tollen Mix aus Brüllen/Schreien, Knüppelparts sowie melodischen Momenten.

Das Album ist auch recht fetzig produziert, und macht insgesamt viel Spaß. Wer auf Heavy Metal steht, der gern auch mal etwas schneller und härter rüberkommt, sollte hier definitiv mal seine Lauschlappen anschrauben.

Tracklist

01. Controlled Demolition
02. Reborn
03. Abattoir
04. Mean Machine
05. Deathlines
06. Musangwe (B.K.F.)
07. Timeless Souls
08. Blackbell
09. The Enemy Within
10. Black Widow
11. ...Of Blood And Gore


Line Up
Andreas Babuschkin - Vocals
Jan Bertram - Gitarren / Backing Vocals
Günny Kruse - Gitarren / Backing Vocals
Jan Bünning - Bass / Backing Vocals
Sören Teckenburg - Drums / Backing Vocals

 

PARAGON - Reborn (Official Video)