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Pop Evil - Pop Evil 2018

Hardrockende und metallische Gitarren fanden ihren Platz neben drückendem Bass Groove und Gesang zwischen gefühlvoll, klassisch rockend und arg wütend.

Pop Evil - Pop Evil 2018



Mit dem letzten Album „Up“ gingen Pop Evil richtig steil in die Billboards und öffneten sich einem breiteren Publikum durch sehr angenehme mainstreamige Sounds, die aber auch von den Altfans nicht unbedingt gut gehießen wurden. Mir hat es gefallen, spiegelt doch jedes Album eine bestimmte Zeit / Phase der Band wieder…wie sie dachte, fühlte und durch neue Melodien und Sounds andere Wege geöffnet und erfolgreich erkundet wurden. Auf dem aktuellen selbstbetitelten Langdreher „Pop Evil“ ging die Band wieder einen Schritt zurück um 2 Schritte vorwärts zu kommen. Nicht wirklich „Back To The Roots“, doch die Roots mit der melodieverliebten Moderne verbinden, war wohl die unbewusste Maxime und so bläst die Band aus Michigan alle Konkurrenten aus dem härteren Modern Rock Bereich gehörig und kraftvoll aus dem Rennen. Vergleiche zu Rage Against The Machine, aber auch eine Nähe zu diversen US Radio-Modernrockern sind mancherorts nicht von der Hand zu weisen, sollte aber eher als Ritterschlag zu  verstehen sein. Pop Evil sind nach wie vor Pop Evil, nur gehörig reifer, weiterentwickelter, durchdachter und vor allem auch durch neuen Input an den Drums beflügelt denn die Dame weiß gut passende Fills einzusetzen und spielt mehr als nur konstant kraftvoll auf den Punkt. Ich traf die Band vor kurzem und hatte die Möglichkeit zu einem kleinen Gespräch über das Album und über die aktuelle Situation denn die erste Single-Auskopplung „Waking Lions“ hat hohe Wellen geschlagen (u.a. #3 US Rockradio Charts, knapp 1,9 Mio Youtube Aufrufe,…) und die Messlatte für´s Album sehr hoch gelegt! Und weil es über´m Teich grade läuft wie geschnitten Brot, mussten die europäischen Dates vorerst gecancelt werden weil man als Special Guest auf Poison´s „Nothing But A Good Time“ US-Amphitheater Tour neben Cheap Trick eingeladen wurde. Die einzelnen Songs wurden mit der Band in dem Interview besprochen, bewegen sich musikalisch zwischen energisch, motiviert / motivierend, melancholisch und regelrecht giftig, wohl dosiert und platziert. Hardrockende und metallische Gitarren fanden ihren Platz neben drückendem Bass Groove und Gesang zwischen gefühlvoll, klassisch rockend und arg wütend.

Tracklist:
01 - Waking Lions
02 - Color Bleed
03 - Ex Machina
04 - Art of War
05 - Be Legendary
06 - Nothing But Thieves
07 - A Crime to Remember
08 - God’s Dam
09 - When We Were Young
10 - Birds of Prey
11 - Rewind

https://www.youtube.com/watch?v=DOhsP6F2RmQ