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Powerwolf - The Sacrament Of Sin 2018

POWERWOLF spenden uns das Sakrament der Sünde und verkünden elf neue Gebote. Es ist eine intensive Messe mit sagenhaften Riten und stählerner Buße. „Die Songs müssen Spaß machen, man muss dazu feiern können“, erklärt Gitarrist Matthew Greywolf. „Anspruch und Spontanität müssen in einem guten Verhältnis stehen und das ist auf »The Sacrament Of Sin« gegeben.“ Gemeinsam mit Top-Produzent Jens Bogren (AMON AMARTH u.a.) schmiedeten POWERWOLF ein Meisterstück, vollgepackt mit himmlisch-hymnischen Nackenbrechern. Dabei hat sich das Wolfsrudel „beim Songwriting bewusst mehr Zeit genommen als wir dies in der Vergangenheit getan haben“. Herausgekommen ist ein detailreiches Epos, auf dem auch Neuland beackert wird. „Wir haben unser Spektrum erweitert und einige Songs auf dem Album, die für die ein oder andere Überraschung sorgen werden“, verrät der Leitwolf. Weil ein neues Album aber noch nicht genug ist, legen POWERWOLF der Limited Edition gar noch das Coveralbum »Communio Lupatum« bei, worauf befreundete Künstler wie z.B. EPICA, BATTLE BEAST, HEAVEN SHALL BURN oder Mille von KREATOR Klassiker der Wölfe auf ihre Weise interpretieren.

Und da sind sie wieder: die unwiderstehlichen Kracher, die das Contenance-raubende Wesen des Wolfs verkörpern und sich von der ersten Sekunde an auf das Rudel übertragen – sei es der packende Einstieg, das triumphale ‘Killers With The Cross’ oder der pompöse Stampfer ‘Nightside Of Siberia’. Powerwolf wissen unbestritten, wie man zündende Live-Hymnen schreibt, und spielen diese Fähigkeit schonungslos aus. Dabei vernachlässigen die Saarbrücker auch ihr wohlbekanntes Augenzwinkern nicht und wischen mit ‘Stoßgebet’ anfängliche Zweifel hinweg, dass „der Witz“ in deutscher Sprache zu platt wirken könnte.

Mehr Orgel, mehr Pomp, mehr Rock, mehr Hits – Powerwolf können mit THE SACRAMENT OF SIN tatsächlich noch einen draufsetzen. Auf ihrem siebten Album klingen die rumänisch-deutschen Vampir-Werwölfe frischer, überraschender, lebendiger und mächtiger als zuletzt und machen jede Menge Spaß, ohne plump zu wirken.

Mit dem lodernden Opener „Fire & Forgive“ entzünden POWERWOLF ihr bereits siebtes Album in gewoht überzeugender Power-Metal-Manier: furioses Shredding, epische Melodien und hymnenhafte Vocals – ein mitreißender Auftakt wie ihn die Heavy-Metal-Bibel selbst vorschreibt. „Demons Are A Girl’s Best Friend“ entfesselt die geeinte Kraft von opulenten Orgelklängen, dynamischen Gitarren und theatralischer Dramatik. Die Nummer entpuppt sich als absoluter Ohrwurm.

Auf „Incense and Iron“ stechen die Wölfe in See und begeben sich damit zumindest musikalisch in unbekannte Gewässer, schließlich erinnert der Track dank seiner schunkelnden Folk-Elemente unweigerlich an raue Seemannslieder. Und obwohl POWERWOLF mit neuen Einflüsse überraschen, bleibt sogar hier ihr gewohnt authentischer Sound erhalten. In Sachen Überraschungen dürfte jedoch „Where the Wild Wolves Have Gone“ als klarer Sieger vom Platz gehen, immerhin ist der Song die erste Ballade überhaupt in der inzwischen fünfzehnjährigen Karriere der Saarländer. Auch wenn die Nummer klar für Abwechslung sorgt, liegen dem Quintett wohl eher die harten Klänge.

Den unwiderlegbaren Beweis dafür liefern die Power-Metaller mit dem wuchtigen „Nightside of Siberia“. Selten in seiner Bandgeschichte klang das Wolfsrudel derart erbarmungslos. Mit präzisen Riffs jagen die Gebrüder Greywolf durch die rhythmisch-voranpreschende Nummer, während Attila Dorns tiefe Vocals die düstere Atmosphäre des Songs komplettieren. Der Titeltrack „The Sacrament of Sin“ bietet schließlich den dramatischen Höhepunkt des Albums: das virtuose Orgelspiel trifft auf temporeiche Gitarren und galoppierende Drums – fraglos eine Rückbesinnung auf den Klang älterer Alben. Den gelungenen Abschluss macht mit „Fist By Fist (Sacralize or Strike)“ ein Song, der den kraftvollen POWERWOLF-Sound der Platte noch einmal ausführlich hochleben lässt.

Feine Details, die das Klangbild ergänzen, aber perfekt zu den gegebenen Eigenheiten passen; die keine alten Fans vergraulen, sondern die Option auf weiteres Wachstum erhalten. Und am Ende stellt sich die Frage, wie viel Wandel einer Band mit so eindeutig definierten Trademarks überhaupt guttun würde. Denn hinter dem ewigen Vorwurf verbirgt sich die höchste Kunst: Powerwolf entwickeln sich so unauffällig in kleinen Schritten und feinen Nuancen weiter, dass es wirkt, als habe man gar nichts verändert, sondern „nur“ ein weiteres großartiges Album abgeliefert.

Das Wolfsrudel aus Hard & Heavy ist zurück!

WOW!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tracklist

CD1

1. Fire & Forgive Powerwolf The Sacrament of Sin Cover
2. Demons Are A Girl’s Best Friend
3. Killers With The Cross
4. Incense And Iron
5. Where The Wild Wolves Have Gone
6. Stossgebet
7. Nightside Of Siberia
8. The Sacrament Of Sin
9. Venom Of Venus
10. Nighttime Rebel
11. Fist By Fist (Sacralize Or Strike)
12. Midnight Madonna (Bonus Track)

CD2

1.Epica - Sacred And Wild     
2.Saltatio Mortis - We Drink Your Blood     
3.Caliban - Kiss Of The Cobra King     
4.Battle Beast - Resurrection By Erection     
5.Heaven Shall Burn - Night Of The Werewolves     
6.Kadavar - The Evil Made Me Do It     
7.Kissin' Dynamite - Let There Be Night     
8.Mille Petrozza & Marc Görtz - Amen & Attack     
9.Amaranthe - Army Of The Night     
10.Eluveitie - Nata Vimpi Cvrmid / Ira Sancti (When The Saints Are Going Wild)

 

POWERWOLF - Demons Are A Girl's Best Friend (Official Video)