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Pretty Maids - Undress Your Madness 2019

Fast auf den Tag genau 3 Jahre ist es her, dass uns die dänischen Rocker von Pretty Maids mit „Kingmaker“ ein neues Album vorgestellt haben. Zwischenzeitlich war insbesondere Sänger Ronnie Atkins bei Avantasia sehr aktiv und hat auch mit Nordic Union ein neues Album veröffentlicht. Höchste Zeit, sich wieder seiner Stammband zu widmen.

Das neue Album reiht sich nahtlos in die so erfolgreiche Revitalisierung der Pretty Maids ein, die seit den Alben Pandemonium (2010) und Motherland (2013) erfolgte. Das neue Album wurde von Jacob Hansen produziert, der ebenfalls durch seine Arbeit für Volbeat ein bekannter Produzent ist. Er versteht es, bei den Songs der hübschen Dienstmädchen eine Verquickung von modernem Sound und dem typischen klassischen NWOBHM, herzustellen. Das hört man in allen Songs, die vom erfolgreichem Komponisten-Gespann Ron Atkins und Ken Hammer, der auch noch eine saubere Lead Gitarre spielt, zusammengetragen wurden.

Nach einem Intro geht es direkt mit Serpentine, der ersten Single-Auskoppelung los. Das geht so geil ab, dass einem Angst und Bange wird. Rasant, mit einem sofort ins Ohr gehenden Refrain, einem begnadet aufspielendem Ken Hammer und einem super aufgelegten Ronnie Atkins. Gerade Ron beweist wieder mit einer gereiften und ausdrucksstarken Stimme seine Qualität als Sänger. Das zeigt er übrigens nicht nur bei seiner Band – auch bei Avantasia wird er gern wegen seines Könnens als Gast-Shouter eingesetzt. Es folgen typische Pretty Maids Songs, die an die frühen Future World und Red Hot And Heavy Alben erinnern. Trotzdem wirkt bei den neuen Tracks nichts wie aus dem eigenen Backkatalog abgekupfert. Klar ist es der typische Stil, aber doch spannend und neu. Bei Firesoul Fly beginnt eine akustische Klampfe, die zunächst etwas befremdlich wirkt. Das wird nach den ersten Takten schnell über Bord geworfen und der Song entwickelt sich in die richtige Richtung. Der mehrstimmige Gesang, vermischt mit den rockigen Klängen der Instrumentalisten, ist absolut klasse. Munter geht es weiter, ohne dass eine nennenswerte Schwäche erkennbar ist. So sind Runaway World, Slavedriver oder If You Want Peace stellvertretend für die restlichen Songs, allesamt tolle Tracks, die sich ohne Langeweile durch die Gehörgänge winden. Es wechseln sich melodische Refrains mit harten Gitarren Riffs und ausgewogenen Vocals ab und das durchgängig gut. Mit dem abschließenden Strenght Of A Rose ist auch eine fast schon obligatorische Ballade dabei.

Der majestätischen Maßarbeit des Vorgängers KINGMAKER (2016) mit einer erneuten und erprobten Jacob Hansen-Produktionsstrahlkraft in nichts nachstehend, bleiben Pretty Maids auch im erhöhten Alter holde Hard-Rocker, die ihr melodisches Handwerk verstehen
Die Band schafft es mit jedem Album besser zu werden und verstehen es nach wie vor die richtigen Songs zwischen Härte und Kommerz aufs Album zu packen.

Tracklist:
1.Intro
2.Serpentine
3.Firesoul Fly
4.Undress Your Madness
5.Will You Still Kiss Me (If I See You In Heaven)
6.Runaway World
7.If You Want Peace (Prepare For War)
8.Slavedriver
9.Shadowlands
10.Black Thunder
11.Strength Of A Rose

Line-up:
Ronnie Atkins – Voice
Ken Hammer – Guitars
Rene Shades – Bass
Chris Laney – Keyboards
Allan Sørensen – Drums

 

Pretty Maids - "Serpentine" (Official Music Video) #PrettyMaids #Serpentine #UndressYourMadness

 

zu hören bei www.darkradio.de