Zum Hauptinhalt springen

Rage - Wings Of Rage 2020

„Wings Of Rage“ präsentiert sich homogen und modern, greift dennoch typische Band-Trademarks auf und enthält zahlreiche potenzielle Live-Hits, deren catchy Refrains einen spannenden Kontrast zum thrashigen Riffing und Peavys Reibeisen-Röhre bilden

Wobei der Opener „True“ zunächst mit (Wer-)Wolfsgeheul und Schreien überrascht, ehe die Band mit ihrem typisch-stampfenden Sound hinzukommt. Besonders in Bridge und Refrain wird das Tempo angezogen und RAGE zeigen ihre Stärken: tighte Spielweise und ein moderner Sound. Dieser ist sehr trocken und sauber gehalten, sodass die Tracks satt und wuchtig aus den Boxen kommen. Dies verstärkt besonders bei stampfenden Passagen wie etwa in „Let Them Rest In Peace“ die Kraft der Tracks. Denn wenn Peavy mehrfach Zeilen wie “Godless bloodbath! No more! Let them rest in peace!” (sic) über einem dicken Riff und einer Doublebass shoutet, dann kann kein Nacken steif bleiben.
An anderer Stelle überraschen RAGE mit geschickten Tonartwechseln („Chasing The Twilight Zone“) oder unerwarteten Arrangements („Tomorrow“), Streicher kommen zum Einsatz („A Nameless Grave“ und „Shine A Light“) und natürlich ist auch „Wings Of Rage“ mit großen Refrains gespickt, die mit ihren Oh-Oh-Gesängen live die Fans begeistern dürfen.
Die drei Herren selbst präsentieren sich in Topverfassung. Peavys Stimme hat nach wie vor das Flair eines Reibeisens, das RAGE unverwechselbar macht. Rodriguez wiederum entlockt seiner Gitarre massive Riffs und tolle Soli („Blame It On The Truth“) und Maniatopoulos prügelt sein Drumkit mit Armen („Wings Of Rage“) und Beinen („For Those Who Wish To Die“) nach allen Regeln der Kunst.

RAGE feiern weiterhin ihren zweiten (dritten?) Frühling und versöhnen auf "Wings Of Rage" ihren klassischen Trio-Sound mit einigen dezenten Neuerungen und Mini-Überraschungen, die ihren unverkennbaren Stil frisch halten, ohne Altfans zu verprellen. Langfristig gesehen dürfte sich einiges von diesem Album fest im Live-Programm der steil auf die 40 zugehenden Herner Band etablieren, was die Qualität des Gebotenen noch einmal zusätzlich unterstreicht.
Die Platte ist 'ne Granate!

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Peter „Peavy“ Wagner
Gitarre, Gesang– Marcos Rodriguez
Schlagzeug, Gesang – Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos

Tracklist:

1. True
2. Let Them Rest in Peace
3. Chasing The Twilight Zone
4. Tomorrow
5. Wings Of Rage
6. Shadow Over Deadland (The Twilight Transition)
7. A Nameless Grave
8. Don’t Let Me Down
9. Shine A Light
10. HTTS 2.0
11. Blame It On The Truth
12. For Those Who Wish To Die

 

RAGE "Let Them Rest In Peace" (Official Video)

 

zu hören bei www.darkradio.de