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Savage Messiah - Demons 2019

Angefangen 2007 mit schnellem, typischen Thrash Metal, hat sich die Band mit jedem Album weiter in Richtung des klassischem Heavy bzw. Power Metal entwickelt.

SAVAGE MESSIAH zählten lange Zeit zu den Gruppen, die zwar kontinuierlich gute Scheiben ablieferten, aber trotz unbestritten hoher Qualität immer ein wenig in der Masse untergingen. Was auch daran liegen mag, dass die bereits seit 2007 existenten Briten lange im Thrash Metal beheimatet waren und die Anzahl der talentierten Thrash Metal Bands da draußen schier unüberschaubar ist.

Mit ihrem vierten Album „Hands Of Fate“ (2017) vollzogen die Londoner dann einen deutlichen Cut und entfernten sich, nachdem sie bereits auf den vorherigen Veröffentlichungen stets melodiöser wurden, endgültig vom Thrash Metal, um sich komplett dem Heavy Metal zuzuwenden.
So merkte man „Hands Of Fate“ deutlich an, dass SAVAGE MESSIAH nun endgültig ihren Stil gefunden hatten.

Zunächst fällt auf, dass die Line-Up Wechsel auch weiterhin ein fester Bestandteil der Bandgeschichte sind. Von der Besetzung die „Hands Of Fate“ einspielte sind nur Sänger/Gitarrist David Silver und Bassist Mira Slama noch dabei. Mit Gitarrist David Hruska und Schlagzeuger Charly Carréton sind hier gleich zwei neue Mitglieder am Start.

Mit einem knackigen Riff, fetten Beats und einem kurzen Schrei steigen SAVAGE MESSIAH in bester Power Metal Manier in “Virtue Signal” ein, driften dabei vor allem beim Solopart in lässige Thrash Gefilde ab, um gleichzeitig mit einer feinen Hookline zu punkten. Man könnte das ganze als Mischung aus Testament und Brainstorm bezeichnen und somit zurecht als exzellenten Einstieg feiern. Diese Gemengelage setzt sich in Songs wie “Down And Out” (inkl. Running Wild Gedächtnis Riff), dem überragenden “Under No Illusions”,  “The Bitter Truth” oder “Rise Then Fall” fort, mal heftiger, mal etwas gebremster, aber immer ein atmosphärisches Hauptriff in der Hinterhand haltend.

“What Dreams May Come” kommt da schon etwas gemäßigter daher, in manchen Teilen wirkt die Nummer wie eine Ballade, nur um im nächsten Moment das Gaspedal wieder kurzzeitig durchzutreten. Die Chris Stapleton Country-Nummer “Parachute” ist sicherlich eine ungewöhnliche Wahl für eine Cover Version, dennoch haben die es die Briten geschafft, dem Track einen ordentlichen Tritt zu versetzen und perfekt ihrem Stil anzupassen, ohne die Nummer zu verhunzen. Das etwas schleppende “The Lights Are Going Out” erinnert wehmütig an gute alte Savatage Zeiten (“Handful Of Rain” lässt grüßen), während die Power Ballade “Until The Shadows Fall” die verletzliche Seite des Quartetts präsentiert.

Es ist unglaublich welche Transformation Bandmotor und einziges Originalmitglied Dan Silver in Sachen Gesang hingelegt hat. Der Gitarrist kann jetzt richtig gut singen und von Megadeth Vibes bei seiner Stimme, was noch dem 2009er Debüt angerechnet wurde ist hier nichts mehr zu hören. “Demons” ist die britische Version von Metallicas “Black Album, ohne dass Savage Messiah nach den Bay Area Musikern klingt.

SAVAGE MESSIAH haben hier einen echten Meilenstein in Sachen Power/ Melodic Thrash Metal abgeliefert, der in keiner Sammlung fehlen sollte.

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – David Silver
Gitarre – David Hruska
Bassgitarre – Mira Slama
Schlagzeug – Charly Carreton

Tracklist:

  1.     Virtue Signal
  2.     What Dreams May Come
  3.     Heretic In The Modern World
  4.     Parachute
  5.     Under No Illusions
  6.     Down And Out
  7.     The Lights Are Going Out
  8.     The Bitter Truth
  9.     Until Shadows Fall
  10.     Rise Then Fall
  11.     Steal The Faith In Me

 

SAVAGE MESSIAH - Down and Out (OFFICIAL VIDEO)