Zum Hauptinhalt springen

Serenity - The Last Knight 2020

Auf The Last Knight greift sich Georg Neuhauser den letzten Ritter. So wurde der Habsburger Maximilian I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, damals auch betitelt. Maximilan sicher auch deshalb, weil eben jener wie kein anderer Herrscher die Jahre gegen Ende des 15. im Übergang zum 16. Jahrhundert in positiver als auch negativer Hinsicht prägte. Insofern sind die Songs mit allerlei Geschichten gefüllt, die beileibe nicht nur von schönen und heiteren Momenten berichten.
Musikalisch bieten Serenity lupenreinen und fein vorgetragenen Symphonic Power Metal, der vor allem innerhalb der Instrumentierung eine technisch hohe Raffinesse widerspiegelt. Genretypisch sind epische Harmonien zu hören, die stets mit einem treibenden Doublebass zum grooven gebracht werden. Die Songstrukturen sind angereichert von schönen Soli und Serenity haben sich stets bemüht, für eine opulente Fülle über die einzelnen Songs hinweg zu sorgen. Die Arrangements weisen allerdings auch immer eine in sich ähnelnde Struktur auf.

Das Album startet mit dem Titelsong, der ein rein instrumentales und (wieder einmal) ungemein stimmungsvolles Intro darstellt. Mit „Invictus“ geht es dann in die Vollen. Ein sehr eingängiger und flotter Song, mit ruhigen Passagen.
Danach folgt mit „Set The World on Fire“ ein Titel, bei dem
Herbie Langhans (u. a. Avantasia, Voodoo Circle) als Gastsänger mit dabei ist.
An „Keeper Of The Knights“ gefällt mir vor allem das schöne Gitarrensolo von Chris Hermsdörfer. Zum Song „Souls And Sins“ wurde wieder ein Video gedreht. Ein etwas ruhigerer und sehr intensiver Song.
Mit „My Kingdom Comes“ folgt der vielleicht härteste Track des Albums, der auch mal wieder Growl-Passagen (von Chris) enthält.
Mit „Queen Of Avalon“ ist dann ein ungemein eingängiger und harmonischer Song an der Reihe, wie man sie von SERENITY so mag. Die Ballade „My Farewell“ lebt von der tollen Stimme von Georg Neuhauser und ist gefühlvoll und pompös geraten, wie man es von den Tirolern gewohnt ist.
Danach geht es aber wieder zur Sache und SERENITY geben noch mal Gas. „Down To Hell“ ist ein getragener und fetter Stampfer.
„Call To Arms“ ist ein gelungener Abschluss, den noch mal etwas härter und druckvoller aus den Boxen dröhnt. Als Bonustrack gibt es noch eine fantastische Akustikversion von „Souls And Sins“

Zwar erreicht „The Last Knight“ nicht ganz die zwingende Atmosphäre des Vorgängers „Lionheart“, da einige Songs gefühlt ein wenig auf Nummer Sicher gehen, doch die erneut unaufdringlich und wirkungsvoll eingesetzten Orchestrierungen, die an genau den richtigen Stellen den passenden Bombast-Schub geben, geben dem Album die klangliche Tiefe, die man an SERENITY so liebt. Einige recht harsche Eruptionen sorgen dafür, dass über die komplette Distanz des Albums keine Langeweile aufkommt und man sich auch nur zu gerne in den Zuckerwatte-Passagen suhlt. Ein verdammt starkes siebtes Album, das SERENITY da am Start haben!

Bandmitglieder:

Gesang – Georg Neuhauser
Gitarre – Christian Hermsdörfer
Bassgitarre, Gesang – Fabio D’Amore
Schlagzeug, Gesang – Andreas Schipflinger

Tracklist:

  1.     The Last Knight (02:03)
  2.     Invictus (04:19)
  3.     Set The World On Fire (04:26)
  4.     Keeper Of The Knights (04:43)
  5.     Souls And Sins (04:40)
  6.     My Kingdom Comes (04:33)
  7.     Queen Of Avalon (04:32)
  8.     My Farewell (04:54)
  9.     Down To Hell (04:41)
  10.     Wings Of Pride (04:04)
  11.     Call To Arms (04:22)
  12.     Souls And Sins (Acoustic Version) (04:36)

 

SERENITY - My Kingdom Comes (Official Video) | Napalm Records

 

zu hören bei www.darkradio.de