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Sinbreed - IV 2018

Auf Album Nummer »IV« zeigen sich SINBREED einmal mehr gereift: Der bandeigene Sound - schnell, hart, eingängig und ohne Schnörkel - wurde beibehalten und um weitere Facetten erweitert. Ebenso wurden die beiden neuen Bandmitglieder Nick Holleman (ex-Vicious Rumors) und Manuel Seoane (Mägo de Oz) von Anfang an in den Schreibprozess des neuen Albums integriert und konnten bereits so einige Akzente setzen.

Sänger Herbie Langhans, mit dem die SINBREED bislang drei Alben aufgenommen hat, ist kurz nach der Veröffentlichung des letzten ausgestiegen, und auch wenn sich sein Nachfolger Nick Holleman im vollen Umgang beim Songwriting zu „IV“ einbringen konnte, hat sich der Stil der nun noch internationaler besetzten Band nicht verändert.

Band Biography:
Das 10-jährige Bandjubiläum nähert sich und nach fast einem Jahrzehnt präsentieren sich SINBREED runderneuert: Sänger Herbie Langhans (Radiant, Voodoo Circle, Avantasia) wurde durch Nick Holleman ersetzt und folgend auf den Weggang von Marcus Siepen (Blind Guardian) nach dem Album »Shadows«, ist der spanische Ausnahmegitarrist Manuel Seoane in die Band eingestiegen.

„First Under The Sun“ durfte sich seine Sporen bereits im Vorfeld auf YouTube verdienen. Ein kraftvoller Track, der vor Spielfreude nur so sprüht. So wird man doch gern auf einem neuen Album empfangen. Mit „Falling Down“ wird direkt die zweite Runde eröffnet. Ein halsbrecherisches Tempo und punktgenaue Vocals zielen auf die Gehörgänge der Zuhörer. Durch sein packendes Drum-Spiel ist diese Nummer ein absoluter Anspieltipp. Was für ein Beginn. Mit einem musikalischen Donnerschlag startet „Wasted Trust“ und weckt Assoziationen zu IRON MAIDEN. Insbesondere die pochende Geschwindigkeit zieht den CD-Käufer in seinen Bann und eröffnet eine völlig neue Welt. Fast schwerelos kommt auch „Into The Arena“ daher. Ein Song, der vor Kreativität nur so strotzt, wie man spätestens beim Refrain bemerkt. Der „Final Call“ ist das ungewöhnlichste Stück des Albums. Plötzliche Breaks, Tempiwechsel und der kraftvolle Gesang zeugen von der Experimentierfreude von SINBREED. Ein Track, der zum Mitsingen einlädt.

Deutlich schneller und bedrohlicher zeigt sich hingegen „The Purge“. Fast schon apokalyptisch zeigen die Musiker, wie sie sich die Dunkelheit vorstellen. „Pride Strikes“ dürfte bei Metal-Traditionalisten auf Gegenliebe stoßen. Irgendwo zwischen den frühen EDGUY und GAMMA RAY reiht sich dieses Werk ein und zaubert eine Wohlfühl-Atmosphäre. Die Lebensbeichte kommt in Form von „At Least I Am“ daher. Ein Stampfer, der auf jedem Konzert seine Fans spielend-leicht finden wird. Das epische „Through The Fire“ lässt diese CD ausklingen. Mit Hammond-Orgel und ordentlich Geschwindigkeit schlagen SINBREED die Brücke zwischen Historie und Gegenwart. Ein krachender Abschluss eines durchaus gelungenen Werkes.

Unterm Strich bringt SINBREED anno 2018 einmal mehr alles mit, was eine superbe Power-Metal-Band auszeichnet: Den Hang zu Szene-Hymnen, die jedes Live-Konzert vergolden, genügend Kraft und Schnelligkeit, ohne dass es auf kurz oder lang jedoch langweilig wird sowie im Gesamtkontext eine gewisse Homogenität, die ich bei SINBREED schon von Beginn an sehr mochte: Die Band zieht ihr Ding konsequent durch und hat unfassbar viel Freude an dem, was sie tut. Und wenn es – wie auf "Master Creator" etwas forscher, auf "IV" etwas abwechslungsreicher – wie aus einem Guss klingt, dann darf kein Fan des powermetallischen Genres hier Ausreden suchen, dieses Album zumindest anzutesten.

Tracklist

01. First Under The Sun
02. Falling Down
03. Wasted Trust
04. Into The Arena
05. Pale-Hearted
06. Final Call
07. The Purge
08. Pride Strikes
09. At Least I Am
10. Through The Fire

 

SINBREED - First Under The Sun (Official Video)