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Sinner - Santa Muerte 2019

Seit über 35 Jahren verwöhnt uns der Sänger, Bassist und Songwriter recht regelmäßig mit neuem Material. Auf Santa Muerte hat er dabei einige Überraschungen für uns parat. So ist die aus Venedig stammende Giorgia Colleluori als zweite Sängerin mit am Start. Die bereits als Backgroundsängerin für Rock Meets Classic tätige Künstlerin soll die Band auch zukünftig als festes Bandmitglied unterstützen.
Vor gut zwei 1/2 Jahren präsentierten uns SINNER mit „Tequila Suicide“ ein Festival an guter Laune. Und, um es gleich vorweg zu nehmen, die Band kann hier locker noch einen drauf setzen.

Das neue Album bietet also neben dem gewohnt präzise riffenden, groovig knackigem Hard Rock / Melodic Metal mit gerne doppelten Leads einige Überraschungen. Aber der Reihe nach. Eröffnet wird „Santa Muerte“ von „Shine On“, in welchem gleich Giorgia ihre tolle, mächtige Rockröhre präsentieren darf, die hier und da an Melissa Etheridge erinnert. Passt super zum Stil der Band! Der Song ist sonst typisch SINNER und dennoch mit moderner Note, kernig nach vorne rockend. Das folgende „Fiesta Y Copas“ ist so eine richtig schön eingängige Gute-Laune-Rocknummer mit tollen Gitarrensoli, verfeinert von der genialen Stimme von Ronnie Romero und natürlich dem bekannten Organ von Mat. Der Titelsong ist zugleich das längste Stück auf dem Album und wird von Mat alleine gesungen. Präzises Schlagzeugspiel, tolle Twin-Gitarren-Läufe und mächtiger Refrain, der gleich zum Mitsingen einlädt, Hit! „Last Exit Hell“ wird von Matt zusammen mit Giorgia gesungen und das harmoniert prima. Für SINNER Verhältnisse ist das Stück schon recht hart und schnell treibend, ebenfalls gelungen. Das bisher hohe Niveau kann „What Went Wrong“ leider nicht ganz halten. Die geradlinige, groovige Rocknummer mit irisch-angehauchtem THIN LIZZY Charme und den typischen Twin-Gitarren wird zwar von Warwick’s Stimme veredelt, ist aber dennoch leider nicht zwingend genug geworden. „Santa Muerte“ hat aber noch einige Highlights zu bieten: „Death Letter“ ist ein tief im Rhythm And Blues verwurzeltes Stück, ursprünglich aus der Feder des Delta Blues Musikers Son House und später von den WHITE STRIPES einem breiteren Publikum bekannt gemacht. SINNER hauchen dem traditionellen Song modernes Flair ein, Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR, ALLEN/LANDE) gibt ein Gitarrengastspiel und Giorgia sorgt mit ihrer hier auch an Aretha Franklin erinnernden Stimme für Frische. Eine weitere Huldigung an THIN LIZZY ist „Craving“, eine klassische Hard Rock- /Metalnummer mit den doppelten melodischen Leads und dieser typischen Stimmung. Demgegenüber hat das beschwingte „The Ballad Of Jack“, nochmal ein Duett zwischen Matt und Giorgia, was von GARRY MOORE zu „Wild Frontiers“-Zeiten.

Mit „Santa Muerta“ haben SINNER ein echtes Kracheralbum am Start. Eine starke Band mit Gitarrist und Co-Komponist Tom Naumann, Schlagzeuger Neuzugang Markus Kullmann (Ex–Voodoo Circle) und eine gute Produktion (Mat Sinner mit Dennis Ward) sind mit dafür verantwortlich. Neben den starken Songs und den Gastsängern sind es aber vor allem Mat und Giorgia, die das Album auf ein ganz hohes Niveau befördern. Die italienische Sängerin ist genau der Mosaikstein, der der Band vielleicht bisher noch gefehlt hat.

Tracklist:

01 Shine On
02 Fiesta Y Copas (feat. Ronnie Romero)
03 Santa Muerte
04 Last Exit Hell
05 What Went Wrong (feat. Ricky Warwick)
06 Lucky 13
07 Death Letter (feat. Magnus Karlsson)
08 Craving
09 The Wolf
10 Misty Mountain
11 The Ballad Of Jack
12 Stormy Night
13 Sorry (Bonus Track)

 

SINNER - Last Exit Hell (2019) // Official Lyric Video// AFM Records

 

zu hören bei www.darkradio.de