Skip to main content

Sonata Arctica - Talviyo 2019

Mit „Talviyö“ legen die Finnen SONATA ARCTICA ihr mittlerweile zehntes Album vor.
Übersetzt bedeutet es nichts anderes als "Winter Night".
Sonata Arctica erzählen mit jedem Song ihre Geschichten, die musikalisch sehr präzise interpretiert sind. Egal welcher der elf Tracks auch immer gehört wird, bei allen wird gesteigerten Wert auf die Gleichberechtigung aller Musiker gelegt.

Track 1 beginnt mit leichtem choralem Gesang, um dann direkt zu dem überzugehen, was die Band ausmacht. Es gibt Speed, wer jedoch meint, dass wäre jetzt alles hat sich ordentlich verschätzt. Hier gibt es Tempowechsel und choralen Gesang von der Band. Erst mal ein guter Opener, mal hören was der Rest so mit sich bringt. Etwas anders beginnt dann schon der nächste Song, eisiger Wind strömt uns entgegen und wird durch leichte Drums, denen dann die ersten Gitarrenklänge folgen, abgelöst. Dann steigt der Song mit Gesang und allem was dazu gehört in den Metallbereich an, kann jedoch nicht so richtig überzeugen. Zwar ändert sich der Song so zur Mitte hin, aber irgendwie fehlt das i-Tüpfelchen.
„Cold“ beginnt mit einer harmonischen Akustikeinleitung und überzeugt auch mit seinen Riffs. Ein Song der sich bis jetzt schon mal von den anderen abhebt. Sei es gesangsmäßig und auch von Stil her.
„Storm The Armada“, Ein Song, der am Anfang erstmal durch seine Drums überzeugt, welche auch im übrigen Teil des Songs gut rüberkommen,
Düster wird dann „The Last Of The Lambs“ eingeleitet. Diese schwere Melancholie bleibt dann auch erhalten. Der Song bildet einen Ruhepol zu dem bisher Gehörten.
Mit „Who Failed The Most“ geht es dann wieder im Bereich Power weiter.
„Ismo’s Got Good Reactors“ geht dann sofort in die Vollen. Nach einer etwas orientalisch klingenden Einleitung geben die Jungs mal so richtig Speed. Auch wenn es zum Ende hin ein wenig chaotisch wird. Mit „Demon’s Cage“ bekommt man dann wieder eine Nummer, die mit einer akustischen Einleitung beginnt.
„The Raven Still Flies With You“ zeigt dann wieder die andere Seite der Band. Harmonischer Gesang mit richtigem Mitsing-Refrain, schöner Orchesteruntermalung. Abwechslungsreich und hörenswert.
Der große Schmalzfaktor macht "Talviyö" zu einer Art "guilty pleasure", aber wenn man mal von gelegentlichen Obskuritäten wie dem Keyboardausbruch in 'The Raven Still Flies With You' absieht, ist SONATA ARCTICA ein würdiges Album gelungen, das Musikfreunden, die bei dem ersten klebrigen Refrain nicht gleich Plaque kriegen, gut munden sollte. Nur ein Metalalbum sollte man nicht erwarten, sondern unvoreingenommen an die Scheibe rangehen.

Diese Seite, irgendwo zwischen Melodic- und Power Metal, steht Sonata Arctica einfach am besten! Wie gewohnt lebt die Platte von Kakkos warmer, einzigartiger Stimmfarbe, aber auch von mit viel Liebe arrangierten Melodie-Passagen und instrumentalen Feinheiten
"Talviyö" ist das experimentierfreudigste Album seit "The Days Of Grays" und schreibt sich einige progressive Elemente auf die Stirn. Es braucht seine Zeit, entfaltet dann aber eine wundervolle Magie, die einen nicht mehr loslässt. Durch den ein oder anderen zu "langsam" geratenen Song kommt die Platte ein wenig ins Stocken.
Doch SONATA ARCTICA gehören immer noch zur Speerspitze des Melodic Metals und da bildet auch "Talviyö" keine Ausnahme.

Tracklist


    Message From The Sun 4:06
    Whirlwind 6:31
    Cold 4:28
    Storm The Armada 5:08
    The Last Of The Lambs 4:22
    Who Failed The Most 4:44
    Ismo’s Got Good Reactors 3:43
    Demon’s Cage 4:57
    A Little Less Understanding 4:34
    The Raven Still Flies With You 7:38
    The Garden 6:16


Bandmitglieder:

Gesang, Keyboards – Tony Kakko
Gitarre – Elias Viljanen
Schlagzeug – Tommy Portimo
Keyboards – Henrik Klingenberg
Bassgitarre – Pasi Kauppinen

 

SONATA ARCTICA - Cold (OFFICIAL VIDEO)

 

zu hören bei www.darkradio.de