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Steel Prophet - The God Machine 2019

Seit ihrer Gründung 1983 ging es für Steel Prophet durch manche Aufs und einige Abs – momentan scheinen die Sterne für die US-Amerikaner wieder gut zu stehen. Nach der erneuten Trennung von Rick Mythiasin, dessen Stimme über viele Jahre die Band prägte, darf auf dem neunten Album erstmals Roberto Dimitri „R.D.“ Liapakis zum Mikro greifen. Der deutsche Sänger ist durch Mystic Prophecy bekannt – und passt perfekt zu Steel Prophet! Die Band zeigt sich auf THE GOD MACHINE melodisch, aber keineswegs zart­besaitet.

Der erste Durchlauf überrascht, denn The God Machine, das erste Album seit fünf Jahren, bietet richtig guten Heavy Metal. Natürlich, Steel Prophet haben in den 90ern auch guten US-Stahl abgeliefert, aber The God Machine klingt so gar nicht nach den US-Propheten. Das Album klingt sehr europäisch, sehr deutsch, und damit ist zumindest schon einmal die Frage geklärt, wie groß Liapakis Einfluss auf die Songs war.

„The God Machine“ ist ein unkompliziertes, irgendwo zwischen Heavy und Power Metal gelegenes Album , mit gelegentlichen Ausbrüchen in Richtung modernen Hardrocks („Dark Mask“). Die Band macht dabei prinzipiell alles richtig und lässt ihren doch traditionellen Sound modern und druckvoll ertönen. Dazu passt der raue und tiefe Gesangsstil, der den Verächtern von Sirenenvocals sicherlich entgegenkommt, wobei Roberto Liabakis (MYSTIC PROPHECY) allerdings leider auch keinen besonders hervorstechenden Klang hat.

Als Opener fungiert direkt mal der Titeltrack „The God Machine“. Den guten Lia erkennt man natürlich an seinem rauen, druckvollen und erstklassigen Gesang sofort aber an den neuen Sound muss man sich erstmal gewöhnen.
Denn vom einstigen US Metal ist nicht mehr viel übriggeblieben, hier regiert der Power Metal europäischer Prägung, der erstklassig aus den Boxen dröhnt! Dürfte nicht jedem Altfan zusagen, die Power Metaller unter uns dürfte es aber die Freudentränen ins Gesicht treiben!
Auch das folgende „Crucifiy“ schlägt in die gleiche Kerbe und kann eigentlich auch direkt als Volltreffer und Hit abgestempelt werden.
Mit „Dark Mask/Between Love and Hate“ geht die Hitmaschine direkt weiter, nur unterbrochen von dem etwas unspektakulären „Thrashed Relentlessly“.
Im Mittelteil kann am Ehesten „Soulhunter“ überzeugen, die anderen beiden Nummern „Damnation Calling“ und die Powerballade „Buried and Broken“ sind guter Standard mehr aber leider nicht.
Aber im letzten Drittel ist man erneut durchgehend erstklassig unterwegs und es gibt keinen weiteren Ausfall zu vermelden!


Tracklist::

01. The God Machine
02. Crucify
03. Thrashed Relentlessly
04. Dark Mask / Between Love And Hate
05. Damnation Calling
06. Soulhunter
07. Buried And Broken
08. Lucifer / The Devil Inside
09. Fight, Kill
10. Life = Love = God Machine

Bandmitglieder:

Gesang – Roberto Dimitri Liapakis
Gitarre – Steve Kachinsky
Gitarre – John Paget
Bass – Vince Dennis
Schlagzeug – John Tarascio

 

STEEL PROPHET - "Crucify" (Official Lyric Video)