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Steve Grimmett's Grim Reaper - At The Gates 2019

GRIM REAPER aus England wurde 1979 gegründet und zählt mit zur New Wave Of British Heavy Metal. 1982 stieg Sänger Steve Grimmett bei der Band ein, die ein Jahr später dann ihr Debüt „See You In Hell“ veröffentlichte.
Nach zwei weiteren Alben und nur mäßigem Erfolg löste sich GRIM REAPER bereits 1988 wieder auf. Nach einem kurzen Gastspiel bei den Thrashern von Onslaught gründete Grimmett anschließend die Hard Rock-Formation Lionsheart, mit der er bis 2004 vier Studio-Alben veröffentlichte.
Zwei Jahre danach erweckte der Sänger dann aber seine alte Band in neuer Besetzung und unter dem Namen (Steve Grimmett`s) GRIM REAPER wieder zum Leben, die anschließend überwiegend bei Festivals auftrat und dabei die alten Songs spielte. 2011 folgte mit „Alive And Kicking“ eine erste Live-EP und fünf Jahre später mit „Walking In The Shadows“ der erste Longplayer der Heavy Metal-Band nach 29 Jahren.
Und jetzt veröffentlichten (Steve Grimmett`s) GRIM REAPER ihr neues und mit Spannung erwartetes 5. Studio-Album, „At The Gates“

"At The Gates" startet mit dem Titelsong eher unspektakulär, auch wenn der Song selbst in bester WASP-Manier beginnt. Je öfter man ihn aber hört, desto fester nistet er sich im Gehörgang ein. Ein echter Grower also. Nachfolgendes 'Venom' hat sogar was vom Teutonenstahl der Marke ACCEPT. So richtig Fahrt nimmt "At The Gates" aber mit dem schnellen 'What Lies Beneath' auf. Ein richtig feiner Banger. In diese Kerbe haut auch das formidable 'Rush', das neben der Geschwindigkeit ein sehr gelungenes Riff auffährt. 'Only When I Sleep' weist die deutlichsten Parallelen zu früheren GRIM REAPER-Alben auf und klingt verdächtig gut nach 'I Want More' von "Rock You To Hell".
Abwechslung wird auch so genug geboten, wie zum Beispiel im abschließenden 'Shadow In The Dark', welches fast schon orientalisch anmutende Klänge liefert. Am Ende des Tages ist "At The Gates" kein Album, mit dem GRIM REAPER das Rad neu erfinden, aber eines, das von Anfang bis Ende besten Stoff für Liebhaber von schnörkellosem Metal bietet. Auch wenn der ein oder andere Track sich irgendwie bekannt anhört, so what? Grimmett und GRIM REAPER orientieren sich an dem, was sie schon früher gemacht haben und das klang nun mal so. Da könnte man eher anderen Bands vorwerfen, sie hätten bei den Briten geklaut. Mit Grausen erinnert man sich an die Ebony-typischen (früheres Label der Band) grottigen Produktionen der ersten drei Alben und freut sich deshalb mal wie Bolle, dass "At The Gates" GRIM REAPER mit einem guten und zeitgemäßen Sound zeigt.

Steve Grimmet und GRIM REAPER melden sich mit „At The Gates“ mehr als eindrucksvoll zurück. Bleibt zu hoffen, dass es bis zum Nachfolger nicht wieder unglaubliche 21 Jahre dauert.
Unterm Strich eine runde Sache.

Tracklist

1. At The Gates  (4:20)
2. Venom  (4:54)
3. What Lies Beneath  (4:35)
4. The Hand That Rocks The Candle  (5:23)
5. A Knock At The Door  (5:41)
6. Rush  (4:06)
7. Only When I Sleep  (4:33)
8. Line Them Up  (4:21)
9. Breakneck Speed  (3:52)
10. Under The Hammer  (3:54)
11. Shadow In The Dark  (5:07)

Besetzung

Steve Grimmett (Vocals)
Ian Nash (Guitars)
Martin Trail (Bass)
Paul White (Drums)

 

At the Gates

 

zu hören bei www.darkradio.de