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Sweet Oblivion - Sweet Oblivion 2019

Rund 30 Jahre stand Geoff Tate als Frontmann bei Queensrÿche am Mikro, bis es 2012 zum endgültigen Bruch mit der Band kam. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit gründete er seine neue Formation Operation: Mindcrime, benannt nach dem Album Operation Mindcrime aus dem Jahr 1988. Bis 2017 entstanden drei weitere Studioalben. Mit Sweet Oblivion beginnt der Ex-Queensrÿche Frontmann jetzt ein neues Kapitel in seiner Karriere, die bereits 1981 begann. Sweet Oblivion ist ein Musikprojekt, das von Geoff Tate und dem DGM-Gitarristen Simone Mularoni ins Leben gerufen wurde.

Am 14. Juni 2019 fiel der offizielle Startschuss für das Album Sweet Oblivion. Fans der legendären Melodic Metal-Formation Queensrÿche werden die neue Scheibe feiern. Das Projekt lässt Erinnerungen an die späten 80er-Jahre wieder aufflammen. Am bekanntesten dürfte wohl das Meisterwerk Operation Mindcrime aus dem Jahr 1988 sein. Die CD lief damals auch bei mir in Dauerschleife. Ich habe dieses hammergeile Album vergöttert, das hat sich bis heute nicht geändert. Bei Sweet Oblivion mischen sich die Einflüsse von Queensrÿche und der Progressive-Größe DGM, versetzt mit einer modernen Note des Melodic Metal. Man merkt dem Songwriting sowie der gesamten Soundstruktur an, dass sich hier gestandene Musiker zusammengefunden haben, die in dieser neuen Formation einmal mehr ihr Können zeigen wollen.

Bereits der Opener "True Colors" lässt einen vor Freude niederknien und in Gebetshaltung vor der Anlage verharren. Das gesamte Album wirkt wie aus einem Guss und erinnert an die glorreichen Zeiten zu Hits wie "Jet City Woman" oder "Another Rainy Night", ohne vielleicht dessen musikalische Genialität zu erreichen. Aber sind wir doch alle mal ehrlich, wer erwartet so etwas überhaupt? "Sweet Oblivion" ist gespickt von A bis Z mit grandiosen Melodien und Arrangements, eingängig wie zu "Empire" Zeiten und stellenweise so überraschend wie vielleicht zu "Rage For Order" Zeiten. Hier passt alles. Wäre dieses Album als direkter Nachfolger von "Empire" erschienen, alles wäre gut geworden. So aber musste man zwar lange, seeeehr lange warten, bis man sich diesem Hörgenuss widmen darf, aber es lohnt sich zu jeder Sekunde. Zwar hat auch die Ex-Stammband scheinbar wieder die Kurve bekommen und mit "The Verdict" ein starkes Teil abgeliefert, diesem unerwarteten und völlig aus dem Nichts kommenden Werk kann es meiner Meinung nach aber nicht das Wasser reichen. Dafür singt Geoff Tate einfach mit viel mehr Hingabe und Seele als ein Todd La Torre, auch wenn dieser natürlich ebenfalls ein Könner ist. Der Unterschied zu den jetzigen Queensryche sind die Songs, die bei Sweet Oblivion vielleicht etwas weniger steril wirken.

Letztendlich kann man Simone Mularoni für dieses Album einfach nur dankbar sein, denn er holt das Beste aus der Stimme von Geoff Tate heraus. Man fühlt sich wirklich in die glorreichen Zeiten des Sängers zurück versetzt. Auch wenn SWEET OBLIVION nicht die einzigartige Klasse und Originalität eines „Operation Mindcrime“ erreicht, ist es doch das beste vollständig von Geoff eingesungene Album seit langer Zeit.
Ein grandioses Album, das vor allem frühe Fans von Quennsryche endlich befriedigen sollte.

Tracklist:

1. True Colors
2. Sweet Oblivion
3. Behind Your Eyes
4. Hide Away
5. My Last Story
6. A Recess From My Fate
7. Transition
8. Disconnect
9. The Deceiver
10. Seek The Light

Bandmitglieder:

Gesang – Geoff Tate
Gitarre, Bass – Simone Mularoni
Keyboard – Emanuele Casali
Schlagzeug – Paolo Cairidi

 

Sweet Oblivion (feat. Geoff Tate) - "True Colors" (Official Music Video)

 

zu hören bei www.darkradio.de