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Venom - Storm The Gates 2018

Ein Schrei wie er seit Jahrzehnten the very depths of hell mit gezückten Hörnern durchmisst. Jeder kennt VENOM.
Zu VENOM muss man nicht viele Worte verlieren. Egal was Mann oder Frau für metallische Musik hört, diese Band sollte ein Begriff sein.
Nach den beiden ordentlichen Alben FALLEN ANGELS (2011) und FROM THE VERY DEPTHS (2015) wollen es Conrad „Cronos“ Lant und seine beiden Mitstreiter Rage und Danté noch mal richtig wissen. STORM THE GATES soll laut des Meisters Meinung zu den Wurzeln der „echten Venom“ zurückkehren, dabei aber keinesfalls altbacken klingen.

Auf dem neusten Werk dauert kaum ein Song weniger als vier Minuten. Stets gibt man Vollgas und man versucht auch nicht irgendwelche musikalischen Skills zu präsentieren. Es zählt halt Tempo und Brutalität. Vom Black-Metal, Trash-Metal bis hin zum Punk werden viele Genres bedient. Mein persönliches Highlight ist definitiv das Titelstück Storm The Gate. Simpel, direkt und hart!

Der Stampf-Modus - demonstriert im Opener 'Bring Out Your Dead' oder während '100 Miles To Hell' und 'Immortal' - steht VENOM ungleich schlechter als treibende Tracks wie 'Notorious' und 'We The Loud'. Letzteres markiert gemeinsam mit dem abschließenden Titelstück und dem kurzen Doublebass-Ungetüm 'Beaten To A Pulp', das die Truppe wiederholt im "stop and go"-Verfahren auflockert, die Höhepunkt von "Storm the Gates".

Abgesehen von den oft nur mäßig inspirierte Solos gefallen zahlreiche Riffs gerade deshalb, weil sie in ihrer Einfachheit so naheliegen, dass man gar nicht begreift, weshalb nicht schon jemand anders früher darauf kam. Vielleicht war dem so, doch nun haben die Newcastler das Ganze für sich annektiert und bringen es im Rahmen einer übrigens recht anständigen Produktion in eigener Regie an ihr sicherlich immer noch breites Publikum.

Mag sein, dass die "anderen" VENOM mit Mantas und Abaddon zunächst zwei Drittel der Originalbesetzung waren, doch seitdem der Drummer nicht mehr dabei ist, agieren beide Trios unter den gleichen Voraussetzungen, und "Storm the Gates" sticht das INC.-Album "Avé" eindeutig aus.

Auf ihrem 15. Album zeigen sich VENOM in ungebrochen solider Form, also rostfrei wie britischer Stahl, auch wenn dieser in ihrem Fall nicht der edelste ist. Der Hauruck von Kultfigur Cronos, der Nichtgesang und talentfreies Bassspiel wie kein Zweiter zu Tugenden gemacht hat, bleibt auch nach Ewigkeiten charmant und unterhält selbst über fast eine Stunde hinweg, wenn er sich so abwechslungsreich (an den Möglichkeiten der Band gemessen wohlgemerkt) gestaltet wie auf "Storm the Gates".


Tracklist

  1.     Bring Out Your Dead
  2.     Notorious
  3.     I Dark Lord
  4.     100 Miles To Hell
  5.     Dark Night (Of The Soul)
  6.     Beaten To A Pulp
  7.     Destroyer
  8.     The Mighty Have Fallen
  9.     Over My Dead Body
  10.     Suffering Dictates
  11.     We the Loud
  12.     Immortal
  13.     Storm The Gates

 

Venom - Bring Out Your Dead 2018 (YourocK)