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Visigoth - Conqueror's Oath 2018

Killernieten-True-Dragon-Princess-Thunderbolt-Steelforging-Metal at its best!

Visigoth - Conqueror's Oath 2018



Grand Magus können ja nicht jedes Jahr ein Al­bum veröffentlichen. Diesen traurigen Umstand versuchen Visigoth aufzuwiegen, denn mit ihrem doom-getränk­ten Helden-Metal hauen sie ihre Hämmer, Äxte und Schwerter in die gleiche Kerbe. Nachdem das Debüt THE REVENANT KING 2015 schon Staub aufwirbeln konnte, schlagen sie mit CONQUEROR’S OATH eindrucksvoll zurück.

Wie schon auf dem ersten Album "The Revenant King" findet man die Einflüsse des ehrlichen Salzsee-Metals der Amis in der NWobHM, die Twinharmonien klingen erneut nach MAIDEN und sind erneut Highlights in den Songs, aber auch in altem Ami-Stahl wie MANILLA ROAD, der des öfteren durchklingt. Vor allem im Songwriting bleibt man ähnlich narrativ (yeah, Bitches!) wie der Kauz-Metal aus den Staaten, wobei man aber diesmal im Vergleich zum Vorgänger auf etwas kürzere, bisweilen recht geradlinige Songs setzt. Geradlinig für VISIGOTH natürlich. Natürlich werden hier wieder mäandernde Alt-Metall-Hymnen wie "Warrior Queen" dargeboten.

Der mit einem schönen Maiden-Lick verdelte Opener “Steel And Silver” bringt gleich alle Stärken der Band auf den Punkt. Flott und hymnisch wie der Vorgänger, und dennoch ein wenig variabler im Songwriting. Dazu geht die Nummer direkt ins Ohr. Ein Sieger auf ganzer Linie. Auch das schnelle “Outlive Them All”, “Traitor’s Gate”, “Warrior Queen” oder der Quasi-Titelsong “The Conqueror’s Oath” sind allesamt Volltreffer und bedienen die Schnittmenge zwischen epischem und straightem Metal, wie es derzeit wirklich nur VISIGOTH können.

Dabei besetzen die Jungs um Sänger Jake Rogers eine Nische, die in grauer Vorzeit einmal von alten MANOWAR und den Achtzigeralben von MANILLA ROAD belegt war. Es ist aber nicht so, dass VISIGOTH stumpf abkupfern. Im Gegenteil, die Songs auf “Conqueror’s Oath” klingen frisch und hungrig. “Hammerforged” ist so eine Nummer, die den Spirit der alten Helden atmet, dabei aber durchaus einen eigenen Charakter aufweist. Das gilt natürlich auch für die anderen Stücke auf dem zweiten Album von VISIGOTH. Und natürlich haben sie auch wieder nicht an Ohrwürmern gespart. Ganz im Stil des Vorgängers werden hier eigenständige Melodien aufgefahren, die fernab von Trallala-Chören angesiedelt sind. Zwar braucht das eine oder andere Stück ein wenig länger, um ins Ohr zu gehen.

Dass Visigoth dabei ihr Riff-Handwerk beherrschen, ist ohne­hin klar. Die Produktion hätte etwas mehr Feinschliff vertragen können, versprüht allerdings handgemachten Charme. Woran das Quintett noch schrauben darf, sind der Hit-Faktor (‘Hammerforged’ fehlt es etwas an Pfeffer, und das beschwingt ­rockende ‘Salt City’ klingt eher nach Bonustrack) und die Unverwechselbarkeit. Für true­heimische Heavy- und Epic Doom Metal-Fans ist CONQUEROR’S OATH jedoch Gold!

Killernieten-True-Dragon-Princess-Thunderbolt-Steelforging-Metal at its best!
VISIGOTH bleiben ihrem Stil auf „The Conqueror’s Oath“ treu und veröffentlichen ein Album, bei dem der Fokus eher auf der Authentizität, als auf der Originalität liegt. In Zeiten, in denen die alten Bands nur noch sporadisch aktiv sind, tut es gut, den historischen, wahren Metal-Sound im frischen Gewand zu hören.

Tracklist:

    Steel And Silver
    Warrior Queen
    Outlive Them All
    Hammerforged
    Traitor’s Gate
    Salt City
    Blades In The Night
    The Conqueror’s Oath

https://www.youtube.com/watch?v=gkKy1TaeobU