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Voodoma - Gotland 2017

Eine Band ohne jegliche Starallüren, die eine gefährlich gute Scheibe herausgebracht haben

Voodoma - Gotland 2017



Für das neue Werk haben sich VOODOMA wieder einige Gastmusiker ins Boot geholt, u.a. Maike
Flüshöh (Mayze), Ollie Bölke (Seelensturm), sowie Bernemann von der Thrash-Legende Sodom
, der einige Gitarrenparts beigesteuert hat. Abgerundet wird das Album von einem kraftvollem
Sound, veredelt in der mehrfach platinausgezeichneten Masteringschmiede Monoposto.

Mastermind Michael Thionville hat mit dem neuen Album "Gotland" seine Band VOODOMA wieder einmal so grandios in Szene gesetzt, dass ich mich verneigen möchte vor der glamourös-legeren Aufmachung dieser Gothic Rock Band. Auf insgesamt zehn Songs präsentieren sich die Düsseldorfer im stetigen Balanceakt zwischen klassischem Gothic Rock und härter angezogener Dark-Metal-Band, ohne dabei durch effektheischende Spielereien aufdringlich zu wirken.
Das hat VOODOMA auch gar nicht nötig, steht das Soundgewand der Truppe doch schon im Opener 'Shine' derart eindrucksvoll für sich, dass es mir nicht schwer fällt, Michael Thionvilles Stimme mit ihrer angenehm schmeichelnden Stimmfarbe in Bezug zu den ganz Großen der Szene zu stellen. Besonders gut gelungen in meinen Augen, pardon, in meinen Ohren ist der Titel 'Ghostlight', auf dem VOODOMA erst mit Kinderstimmen aufhorchen lässt und dann durch einen eingängigen Ohrwurm-Refrain mit Hitcharakter glänzt.

Mit „Shine“ ist der Einstieg eigentlich eher verhalten und ruhig, ja fast schon balladesk gehalten, bevor es bei „Love is falling“ etwas rauer zur Sache geht. Bis hierhin merkt man, dass sich intensiv um das Songwriting gekümmert wurde. Ausgereifte fast perfekte Harmonien, die man sich auch ohne weiteres mit großem Orchester vorstellen kann. Das wäre es eigentlich mal. Voodoma feat Düsseldorf Philarmonics Orchestra.
Wo wir doch gerade bei Perfekt sind. Das bereits bekannte Video zu „Ghostlight„, was in der letzten Zeit des Öfteren auf diversen Kanälen zu sehen war, ist die perfekte Single. Druckvoll, rau und mit Gastsänger Olli Bölke von „Seelensturm“ noch mal eine Steigerung in den Gesangsharmonien.
Bei diesem Album scheint man es sowieso zu mögen, sich den einen oder anderen Gast dazu zu holen. Auch bei der folgenden Nummer „Arise“ wurde zur Ergänzung Maike Flüshöh dazu geholt. Eine fantastische Bereicherung zum Gesang vom Michael Thionville. Ebenso wie die charmante Dame Avanna bei „Close to you„. Was allerdings ein bisschen auffällt, dass es bis hierhin etwas gediegener zur Sache geht. Es ist nicht unbedingt ein Nachteil, aber für die Nackenbrecher Fraktion könnte das ganze zu melancholisch sein. Aber wie oft straft einen das Leben in der Voreiligkeit. „Painful Lies“ ist genau das angesprochene was bis hier hin gefehlt hat.
Auch „World Roulette“ kommt mit Überraschungseffekt aus den Boxen. Eine Symbiose aus harten gitarrenorientierten Goth-Rock und fette EBM Einlagen. Jawoll so macht das Spass und durch die Nummern merkt man das Abwechslungsreiche und das Facettenreiche in diesem Album.
Es ist nichts anderes als ein Meisterwerk aus Düsseldorf, das auf die große Bühne gehört.
Produktion, Artwork und Songwriting sind einfach bis ins kleinste Detail überdacht. Hier stimmt jeder Ton.
Und zwar von der ersten bis zur letzten Nummer, wobei „Shadow“ noch mal so richtig schön nach vorne geht.

"Gotland" ist ein verdammt gutes Album aus dem Hause Voodoma, und verdient es gehört zu werden. Voodoma haben mit Ihrer Veröffentlichung in die Vollen gegriffen und von fanstastischen Stampfern, über Midtempo-Stücken bis hin zu fetten Krachern ist alles vertreten, was das Herz sich wünscht. Jedem Stück wurde eine Seele eingehaucht, die jeden einzelnen Song zu etwas Besonderen macht, und genau dieser besondere Charme, der Sex-Appel, den die Männer versprühen, macht Voodoma zu dem was sich ausmacht: Eine Band ohne jegliche Starallüren, die eine gefährlich gute Scheibe herausgebracht haben, die ganz weit oben mitschwimmen dürfte!

Tracklist

1.Shine                 04:42
2.Love Is Falling 03:23
3.Ghostlight         03:49
4.Arise                 04:25
5.Close to You         03:58
6.Painful Lies         03:28
7.World Roulette 03:32
8.What We Die For 03:28
9.Way of the Damned 04:05
10.Shadow         03:21

https://www.youtube.com/watch?v=tt1HRMNseJ8