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Voyager - Colours In The Sun 2019

Die australischen Prog-Metaller VOYAGER veröffentlichen genau zu Halloween ihr neues Werk "Colours In The Sun" in vollem Umfang als Stream.
Sänger Danny Estrin kommentiert das Album: "Colours In The Sun" ist das transzendentalste, vielschichtigste und lebendigste Album, das wir geschrieben und aufgenommen haben. Es ist poppig, hält aber trotzdem mit knackigen, kraftvollen Riffs die Ballance. Es ist ein wahres Spiegelbild VOYAGERs - fünf Individuen mit verschiedenen Wurzeln kommen zusammen und erzeugen einen einzigartigen Klang unter der australischen Sonne."

Schon in der Einleitung zum Opener 'Colours' macht ein fast Vangelis-artiger massiver Synth-Einsatz unmissverständlich klar, dass für Danny Estrin und seine Crew Genregrenzen keinerlei Rolle spielen. Sein Keyboard führt die Melodie, während die tiefer gestimmten Gitarren von Simone Dow und Scott Kay hier eher modern, groovend, in Dropdown-Manier wuchtige Akzente setzen. So wuchtig das erste Stück war, so entrückt ist an nächster Stelle 'Severomance', das Danny Estrin empathischer, melancholischer singt und das insgesamt einen etwas alternativeren, britpoppigeren Touch abbekommen hätte, wären da nicht erneut die sehr heavy arrangierten Gitarrenmomente und zum Ende hin das flammende Solo und die heftige Geschwindigkeitssteigerung bis fast ins Blasten.

Melancholische und besonders einschmeichelnd gesungene Passagen mit voluminöser, kraftvoller, klarer und dunkler Stimme, die jedoch ansatzlos in die hohe, betörende Kopfstimme übergehen aber auch um den einen oder anderen Growlpart und auch - nicht zum ersten Male - um kurze Passagen in deutscher Sprache nicht verlegen sind, das ist die gesangliche Stärke des Frontmannes, die Danny in nahezu jedem Song voll und ganz ausspielt. Dafür ist das ätherische 'Brightstar' - mit toller Rhythmusarbeit von Bassist Alex Canion und Drummer Ashley Doodkorte - ein ebenso hervorragendes Beispiel wie später das sphärische und mit tollen Leadgitarren glänzende 'Saccharine Dream', das poppige 'Entropy' (mit LEPROUS-Frontman Einar Solberg als Gast), das weitaus härtere, wuchtige und teils gar shreddernde 'Reconnected' oder auch die mächtige, sich nach dem Bowie-lastigen Intro 'Now Or Never' entfaltende Hymne 'Sign Of The Times'. Groovende Dropdowns leiten sodann das abwechslungsreiche 'Water Over The Bridge' ein, bevor sich Herr Estrin beim abschließenden emotionalen Schmachtfetzen 'Runaway' nochmals in großartigen Hooklines mit perfekten 80er-Pop-Vibes ergeht.

Für Freunde anspruchsvoller melodischer Vollbedienungen führt an diesem Album kein Weg vorbei.

Tracklist

1. Colours
2. Severomance
3. Brightstar
4. Saccharine Dream
5. Entropy
6. Reconnected
7. Now Or Never
8. Sign Of The Times
9. Water Over The Bridge
10. Runaway

 

Voyager - Colours [Official Music Video]

 

zu hören bei www.darkradio.de